Austria unbelohnt: Aufstieg nach 0:2 in Braga weit entfernt

Die Austria läuft im Play-off zur Conference League gegen Braga dem befürchteten Rückstand hinterher. Die favorisierten Portugiesen setzten sich im Hinspiel vor heimischer Kulisse 2:0 (1:0) durch. Der spanische Stürmerstar Pau Victor traf per Foul-Elfmeter (25.), Diego Rodrigues (88.) dann spät zum Endstand. Austria-Keeper Samuel Sahin-Radlinger hatte davor noch einen Elfmeter von Victor entschärft (84.). Das Rückspiel in Wien findet kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) statt.
Vor Bragas berühmter Felsenkulisse starteten die in Bestbesetzung mit der jungen Mittelfeldzentrale Philipp Maybach und Vasilije Markovic eingelaufenen Austrianer ambitioniert. Der Spielaufbau des Europa-League-Halbfinalisten der Vorsaison wurde früh gestört, der wieder fitte Johannes Eggestein gab nach fünf Minuten aus der Distanz einen ersten Warnschuss ab. Braga legte daraufhin einen Gang nach. Die Nordportugiesen liefen ohne ihren verletzten Kapitän Ricardo Horta ein, nach den am Wochenende aufgetretenen Magen-Darm-Erkrankungen stand sonst der Großteil des Kaders zur Verfügung.
Buhari-Patzer ebnet Bragas Führung
Spielerisch war Portugals vierte Kraft eine Klasse stärker, was sich bemerkbar machte. Ibrahim Buhari blockte noch einen gefährlichen Abschluss von Victor, ehe sich der Nigerianer einen schweren Patzer leistete. Nach Buharis Stoppfehler zog Denis Huseinbasic Richtung Tor, Austrias Innenverteidiger half sich mit einem Griff an die Schulter. Der maltesische Referee Ishmael Barbara zeigte prompt auf den Elferpunkt, der ehemalige Barcelona-Stürmer Victor vollendete.
Wie in den Spielen gegen Beitar Jerusalem lag die Austria zurück. Eggestein versuchte es fast im Gegenzug mit einem Kunstschuss, dem zweiten Tor war Braga bei einer Chance von Fran Navarro nach einer halben Stunde aber deutlich näher. Die Austria betrieb zumindest Schadensbegrenzung und versuchte mit viel Laufarbeit die Lücken zu schließen.
Austria belohnt sich nicht
Braga trachtete vermehrt nach Spielkontrolle und wurde passiver. Die Austria startete indes stark aus der Kabine. Julian Hettwer schloss ein wenig überhastet ab, nach dem anschließenden Eckball landete der von Manfred Fischer weitergeleitete Ball an der Latte (49.). Die Wiener hatten nun auch mehr vom Spiel und konnten die Partie deutlich offener gestalten als noch in den ersten 45 Minuten. Was fehlte, war der letzte Nachdruck und die Genauigkeit in der Offensive.
Braga gelang im Finish dennoch der zweite Treffer. Zunächst gab Barbara einen harten Elfmeter, nachdem Fischers Ellenbogen im Luftduell Gegenspieler Gomez getroffen hatte. Sahin-Radlinger tauchte aber erfolgreich ab. Als die Austria noch einmal attackierte, nutzte Rodrigues einen blitzsauber ausgespielten Gegenstoß zum 2:0. Eine Chance hatte die Austria noch: Ein Schuss von Sanel Saljic tief in der Nachspielzeit zischte aber am Gehäuse vorbei.