Bauernhof in Osttirol stand in Vollbrand

24.06.2026 • 17:37 Uhr

Ein Bauernhof in Matrei in Osttirol (Bezirk Lienz) ist in der Nacht auf Mittwoch in Vollbrand geraten und komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand, die Bewohner – zwei Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter sowie die 48-jährige Mutter und die 86-jährige Großmutter – konnten großteils selbstständig das Gebäude verlassen, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Auch Kühe und Kälber wurden gerettet, einige Hühner verendeten hingegen. Die Brandursache war vorerst unklar.

Ein Nachbar hatte kurz nach 2.00 Uhr das Knistern der Glut bei dem Bauernhof im Ortsteil Bichl gehört und rasch Alarm geschlagen. Der Mann eilte zu dem Bauernhof und warnte die Hofbewohner. “Wir hatten gewaltiges Glück, dass der Nachbar bei offener Balkontür schläft”, sagte der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner der Online-Ausgabe der “Tiroler Tageszeitung”. Der Mann, der offenbar zum Lebensretter wurde, habe auch die Tiere aus dem Stall ins Freie getrieben. Die fünfköpfige Familie konnte sich jedenfalls rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der 86-jährigen Großmutter halfen Nachbarn auf dem Weg ins Freie. Wenngleich wie unverletzt blieben, wurden die Bewohner durch die Rettungskräfte vorsorglich mit Sauerstoff versorgt. Die Familie wurde vorerst bei Verwandten im Ort untergebracht. Aufgrund der starken Hitze bekamen zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr Kreislaufprobleme und waren kurzzeitig nicht mehr einsatzbereit, teilte die Exekutive mit.

“Die gesamte Hofstelle, also Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus, ist bis auf die Grundmauern abgebrannt”, schilderte der Bürgermeister. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude wurde hingegen verhindert. Durch die starke Hitzeentwicklung zersprangen dort jedoch teilweise die Fensterscheiben bzw. wurde die Fassade beschädigt, hieß es.

Großeinsatz der Feuerwehren

Der Brand hatte einen Großeinsatz an Feuerwehren zur Folge. Mehr als 220 Feuerwehrleute aus Matrei, Huben, Lienz, Virgen, Hofgarten im Defereggental und Prägraten am Großvenediger kämpften gegen die Flammen an. Mittwochvormittag fanden noch Nachlöscharbeiten statt.