Berichte über Tote bei neuen Angriffen in Gaza

12.07.2026 • 17:11 Uhr
Berichte über Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei einem israelischen Drohnenangriff hat es palästinensischen Medienberichten zufolge trotz geltender Waffenruhe mehrere Tote in der Stadt Gaza gegeben. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA meldete vier Todesopfer und mehrere Verletzte. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte auf Anfrage, dass das Militär in der Gegend eine “terroristische Infrastruktur” ins Visier genommen habe. Details dazu nannte sie zunächst nicht.

Die WAFA berichtete von “einer Metallwerkstatt”, die am Nachmittag in der Stadt im Norden des Küstengebiets getroffen worden sei. Zudem seien bei zwei Vorfällen im zentralen Abschnitt des Gazastreifens zwei Personen, darunter eine Neunjährige, durch Beschuss der israelischen Armee getötet worden seien. Die israelische Militärsprecherin sagte auf Anfrage, diese Vorfälle seien der Armee nicht bekannt.

Am Nachmittag hieß es in einer Mitteilung des israelischen Militärs, dass die Armee in den vergangenen Tagen zwei Mitglieder der Hamas im Norden des Gazastreifens bei Luftangriffen getötet habe. Beide bereiteten den Angaben zufolge Angriffe auf israelische Soldaten im Gazastreifen vor. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Weiter täglich Tote im Gazastreifen

Trotz der seit Oktober 2025 geltenden Waffenruhe werden derzeit nahezu täglich weiter Tote aus dem Gazastreifen gemeldet. Immer wieder gibt es israelische Angriffe und bewaffnete Zwischenfälle. Zuletzt hat Israels Armee auch häufiger mitgeteilt, mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad (OIJ) im Gazastreifen gezielt getötet zu haben.

Seit Beginn der Waffenruhe kamen laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 1.000 Palästinenserinnen und Palästinenser im vom Krieg zerstörten Gazastreifen ums Leben. Die jüngsten Angriffe fallen mit Gesprächen von Vertretern der Hamas in Kairo zusammen, in denen über die Umsetzung der zweiten Phase des US-Friedensplans von Präsident Donald Trump beraten wird.