Berufungsgericht rollt Fall Høiby neu auf

10.09.2026 • 11:47 Uhr
Berufungsgericht rollt Fall Høiby neu auf

Der Fall von Marius Borg Høiby wird neu verhandelt. Nach dem Urteil gegen den Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit ist sein Rechtsmittel zugelassen worden. “Das Berufungsgericht wird umgehend mit den Vorbereitungen für das Verfahren beginnen”, hieß es in einer Pressemitteilung am Donnerstag. “Ein Termin für die Berufungsverhandlung steht vorläufig nicht fest.” Høibys Verteidiger Petar Sekulic sagte dem Fernsehsender NRK, er habe die Entscheidung erwartet und sei zufrieden.

Høiby war im Juni wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, häuslicher Gewalt und einer ganzen Reihe weiterer Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen die Verurteilung wegen der beiden Vergewaltigungen sowie der Misshandlung einer Ex-Freundin hatte der 29-Jährige Berufung eingelegt. Ein Berufungsprozess könnte im kommenden Jahr stattfinden.

Momentan befindet sich Høiby in Untersuchungshaft, diese verbringt er aber mit elektronischer Fußfessel im Zuhause der norwegischen Königsfamilie, Gut Skaugum. Nach dem Tod seines Zieh-Opas, des norwegischen Königs Harald V., vor knapp zwei Wochen hatte er mehrfach Ausgang bekommen. Auch an dem Begräbnis des Monarchen am Mittwoch durfte er teilnehmen.