Birke Gorm gewinnt den Otto Mauer-Preis

04.11.2026 • 08:25 Uhr
Birke Gorm gewinnt den Otto Mauer-Preis

Die 1986 in Hamburg geborene und seit 2012 in Wien lebende dänisch-deutsche Künstlerin Birke Gorm erhält den heuer zum 46. Mal vergebenen Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst. Seit dem vergangenen Jahr beträgt das Preisgeld 15.000 Euro. Wie stets wird eine Arbeit der Preisträgerin für die Sammlung Otto Mauer im Dom Museum Wien angekauft und ihr eine Ausstellung im JesuitenFoyer gewidmet. Die Preisverleihung findet am 19. November im Erzbischöflichen Palais statt.

Birke Gorm, die an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der Designschule Kolding in Dänemark studierte und in ihren Objekten und Installationen historische, sozialkritische, aber auch feministische Komponenten einarbeitet, hat heuer den Österreich-Beitrag auf der noch bis 15. November laufenden 16. Gwangju Biennale gestaltet. In Südkorea hat sie für ihren Beitrag “the evening and the morning and the night” das Obergeschoß des Eunam Museum of Art in einen Dachboden der Erinnerung verwandelt. Ihre Ausstellung im JesuitenFoyer soll am 16. Dezember eröffnet werden.

“Unverwechselbare Formensprache”

“Überzeugt hat Birke Gorm mit ihrer eigenständigen skulpturalen und installativen Praxis, die Fragen nach gesellschaftlichen Wertordnungen, Arbeit und Geschlechterverhältnissen auf ebenso subtile wie eindringliche Weise verhandelt. Ausgehend von einfachen, gebrauchten und vermeintlich wertlosen Materialien entwickelt Gorm Arbeiten, die zwischen Fragilität und Monumentalität, Körperlichkeit und Abstraktion oszillieren”, hieß es am Mittwoch in der Jurybegründung. “Die Jury würdigt mit der Auszeichnung eine künstlerische Position, die durch ihre unverwechselbare Formensprache, ihre gesellschaftspolitische Sensibilität und die überzeugende Verbindung von ästhetischer Eigenständigkeit und kritischer Reflexion herausragt.”

Seit 1981 wird die Auszeichnung vom Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien vergeben. In Weiterführung des Wirkens von Msgr. Otto Mauer (1907-1973) als Förderer der Gegenwartskunst prämiert sie Künstlerinnen und Künstler für ihr bisheriges Gesamtwerk, “das den künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs auf innovative Weise verbindet”. Die Jury bestand heuer aus Johanna Schwanberg (Direktorin Dom Museum Wien) als Juryvorsitzende, Iris Andraschek (Künstlerin), Cäcilia Brown (Künstlerin, Otto Mauer-Preisträgerin), Rainer Fuchs (freier Kurator), Klaus Speidel (Kurator und Kunstkritiker) und Luisa Ziaja (Chefkuratorin Belvedere).

(S E R V I C E – Preisüberreichung durch Generalvikar Andreas Kaiser am 19. November, 19.30 Uhr, im Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien. Ausstellung im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien vom 17. Dezember bis 29. Jänner 2027. Eröffnung am 16. Dezember um 18 Uhr. )