Bisher 32 Legionellen-Erkrankte im Raum Linz

Die Zahl der Erkrankungsfälle nach dem Legionellenausbruch im Großraum Linz ist auf 32 gestiegen, drei der Patienten sind verstorben. Fünf Personen befanden sich noch in stationärer Behandlung, teilten Land Oberösterreich, BH Linz-Land, Magistrat Linz und AGES am Samstag in einer gemeinsamen Aussendung mit. “Die Gesundheitsbehörden setzen die umfangreichen Untersuchungen zur möglichen Identifizierung von Infektionsquellen weiter fort”, wurde betont.
Bisher seien etwa 200 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und technischen Anlagen gezogen worden. Einen Großteil habe das Referenzlabor der AGES bereits untersucht.
Kühlanlage in Linz-Leonding stillgelegt und desinfiziert
Die am Donnerstag positiv auf Legionellen getestete Kühlanlage eines Gewerbebetriebes im Raum Linz-Leonding wurde der Aussendung zufolge “sofort stillgelegt und einer Desinfektion unterzogen”. Nach Abschluss der Reinigung soll eine neuerliche Beprobung erfolgen.
Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine schwere, fallweise tödlich verlaufende Form der Lungenentzündung, die weltweit ganzjährig sporadisch auftritt. Saisonale Häufungen treten in unseren Breitengraden insbesondere im Sommer und zu Beginn des Herbstes auf. Legionellen kommen natürlicherweise im Boden und im Wasser vor. Eine Infektion erfolgt insbesondere dann, wenn legionellenhaltiges Wasser in Form eines fein zerstäubten Wassernebels (Aerosols) eingeatmet wird. Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, Raucherinnen und Raucher, immungeschwächte Personen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen.