Burgenland Energie startet mit Bürgerbeteiligung

Die Burgenland Energie startet mit der “Bürger:innenbeteiligung 2026”. Einwohner in 31 Gemeinden, in denen das Unternehmen Windenergie- oder Photovoltaikanlagen errichtet hat, können laut einer Aussendung von Samstag nun finanziell davon profitieren. Angeboten werden Pakete zu 500, 2.500 oder 5.000 Euro. Die jährliche fixe Vergütung beträgt drei Prozent des geleisteten Kaufpreises und die Laufzeit fünf Jahre. Nach Vertragsende werden 100 Prozent der Summe zurückbezahlt.
Ziel des Burgenlands ist Energieunabhängigkeit bis 2030. “Wind und Sonne sind unsere eigenen Energiequellen. Je mehr wir davon im Burgenland nutzen, desto unabhängiger werden wir von Energieimporten. Dass die Menschen diesen Weg mittragen und jetzt auch direkt davon profitieren können, ist ein wichtiger Teil unseres burgenländischen Modells”, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ).
“Nächster Schritt unserer Energieunabhängigkeitsbewegung”
Seit 2021 wurde der Anteil der im Burgenland selbst erzeugten Energie von rund 50 auf circa 75 Prozent des Gesamtbedarfs gesteigert, das sei “österreichweit einzigartig”, erklärte Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie. Nach der Energiegemeinschaft “Fanclub Burgenland Energieunabhängig” starte man nun “den nächsten Schritt unserer Energieunabhängigkeitsbewegung”. “Bereits mit 500 Euro erhält man eine Beteiligung an zwei PV-Paneelen und einen Windparkanteil der Burgenland Energie”, sagte Sharma.
Für die Nutzung erhalten Teilnehmende während der Laufzeit die fixe jährliche Vergütung. Diese ist unabhängig vom Ertrag der Photovoltaik- und Windenergieanlagen. Betrieb, Wartung und Versicherung übernimmt Burgenland Energie, deren 100-Prozent-Tochter BE Energy GmbH Vertragspartnerin im Rahmen des Modells ist.
ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits sah indes eine Ungleichbehandlung: “Das Burgenland hat 171 Gemeinden, aber nur in 31 Gemeinden dürfen die Menschen von diesem Angebot profitieren.” Die Volkspartei forderte per Aussendung eine Öffnung des Beteiligungsmodells für alle Burgenländerinnen und Burgenländer. “Wenn es ums Zahlen geht, sind alle Burgenländer dabei. Wenn es ums Profitieren geht, werden 140 Gemeinden ausgeschlossen. Das ist nicht nachvollziehbar”, meinte Zarits.
(S E R V I C E – Infos und Teilnahme unter )