De la Espriella gewinnt Kolumbiens Präsidentschaftswahl

22.06.2026 • 00:53 Uhr
De la Espriella gewinnt Kolumbiens Präsidentschaftswahl

Der rechtsgerichtete Abelardo de la Espriella hat die Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Politik-Neuling setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag gegen den linken Senator Iván Cepeda durch, wie aus offiziellen Wahlergebnissen hervorging. De la Espriella kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 49,7 Prozent, Cepeda auf 48,7 Prozent. Damit vollzieht das von Gewalt geplagte südamerikanische Land einen scharfen Rechtsruck.

Gewählt wurde der Nachfolger von Gustavo Petro, dem ersten linksgerichteten Staatschef in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Überschattet wird die Wahl von der schlimmsten Gewaltwelle in Kolumbien seit einem Jahrzehnt. Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation FARC sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv.

Der 47-jährige Anwalt De la Espriella will bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und setzt in der Wirtschaftspolitik auf Deregulierungen. Der Rechtsaußenkandidat, der sich selbst “Der Tiger” nennt, will ins Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen auch mit Luftangriffen bekämpfen.