Der Haarige Wüstenskorpion zieht ins Haus des Meeres ein

Der Haarige Wüstenskorpion ist seit Kurzem neuer Bewohner der Grotte im Haus des Meeres in Wien. Seinen Namen habe das Spinnentier wegen der feinen, borstenartigen Sinneshärchen am Körper, mit denen es kleinste Erschütterungen im Boden wahrnehmen und Beute leichter orten könne, hieß es in einer Aussendung des Tiergartens am Mittwoch. Obwohl Wüstenskorpione nachtaktiv sind, sei es in der abgedunkelten, kühlen Tropfsteinhöhle auch möglich, die Tiere untertags zu sehen.
Die giftigen Tiere gehören mit 15 Zentimeter Körperlänge zu den größten Skorpion-Arten Nordamerikas, ihre natürliche Heimat ist die Sonora- und die Mojave-Wüste. Dort ziehen sie sich untertags unter Steine oder in selbst gegrabene Wohnröhren zurück, um sich vor Hitze und Austrocknung zu schützen. Erst bei Dunkelheit begeben sich die Skorpione an die Oberfläche, um nach Insekten, Spinnen oder sogar kleinen Wirbeltieren wie Eidechsen zu jagen.
Aufgepasst im Urlaub
Da sich Skorpione auch in den wärmeren Regionen Europas immer wieder unbemerkt ins Gepäck schleichen, sei im Urlaub besondere Vorsicht geboten, betonte Zoodirektor Jeff Schreiner: “Koffer und Taschen vor der Heimreise sorgfältig zu kontrollieren, kann also nicht nur Tierleben schützen, sondern auch ungewollte Begegnungen vermeiden.”