Der LASK will beim Debüt aus Athen “Zählbares mitnehmen”

07.09.2026 • 15:14 Uhr
Der LASK will beim Debüt aus Athen "Zählbares mitnehmen"

Mit der Reise in Griechenlands Hauptstadt startet für den LASK das Abenteuer Champions League. Am Dienstag (18.45 Uhr/live Sky) gastieren die Athletiker bei Meister AEK Athen und rechnen sich im Duell zweier Außenseiter in der Ligaphase durchaus etwas aus. “Wir treten in der Champions League nicht nur an, um einfach mitzuspielen, sondern, um etwas Zählbares mitzunehmen”, betonte Stürmer Christoph Lang vor dem Königsklassen-Debüt der Oberösterreicher.

Nach Sturm Graz, Rapid, Austria Wien und Red Bull bzw. Austria Salzburg ist der LASK der fünfte rot-weiß-rote Club in der Hauptphase der Champions League – und die Brust denkbar breit. 8 Siege und nur 1 Niederlage (Torverhältnis 33:4) stehen in den 9 Pflichtspielen der laufenden Saison zu Buche. Am Samstag holte man sich mit dem 6:1 über Drittligist Deutschlandsberg eine weitere Gute-Laune-Injektion. Die einzige Pleite, das 0:3 bei Celtic Glasgow im CL-Play-off, ist spätestens nach dem 5:1 n.V. im Rückspiel, dem “Wunder von Linz”, vergessen.

“Ready sein” im Hexenkessel

Jene Einstellung, die den Kraftakt möglich machte, forderte Coach Dietmar Kühbauer auch vor dem Abflug nach Athen. “Das Entscheidende ist, dass meine Burschen wieder diese Leidenschaft aufbringen, alles aufzubringen und mutig sind”, erklärte der Burgenländer, der in 36 Spielen seit seinem LASK-Comeback erst drei Niederlagen hinnehmen musste. Im Duell zweier bei den Statistikanbietern nur als Außenseiter auf ein Weiterkommen gehandelter Clubs dürfe sich sein Team von der Stimmung im 2022 eröffneten 32.000er-Oval mit seinen bekannt fanatischen Fans nicht beeindrucken lassen. “Ob Hexenkessel oder nicht, wir müssen ready sein.”

Für Lang geht mit dem Auftritt in Athen “ein Traum in Erfüllung”, wie der 24-Jährige erklärte. Er dürfte in der Startelf ganz vorne Samuel Adeniran nach dessen Jochbeinbruch vertreten, der zurückgeholte ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic wird zu Beginn wohl auf der Bank Platz nehmen. Dass die Linzer mit Robert Ljubicic einen ehemaligen AEK-Spieler in ihren Reihen haben, der Kicker und Coach kennt, sollte kein Nachteil sein. “Natürlich haben wir mit Robert gesprochen, aber wir als Trainerteam sind auf den Gegner vorbereitet. Wir wissen alles von ihnen”, sagte Kühbauer. Langs Erkenntnis aus der Vorbereitung: “Im Umschaltspiel und gegen den Ball kann man sie erwischen, und das wird unser Ziel sein.”

AEK heimstark, LASK in Europa zuletzt auswärts schwach

In Form präsentierte sich zuletzt freilich auch AEK, das nach acht Jahren Absenz in die Königsklasse zurückkehrt. Vor allem zuhause war man bisher unbezwingbar. Gegen Iraklis Thessaloniki, Lewski Sofia und Aris Thessaloniki erzielten Ex-Mattersburger Barnabas Varga und Co. 13 Tore und kassierten kein einziges. Ungarns Teamstürmer Varga traf am vergangenen Samstag zweimal, das 5:0 war ganz nach dem Geschmack von Trainer Marko Nikolic. “Wir haben großartigen Fußball gespielt”, sagte der Serbe, gab sich dennoch zurückhaltend: “Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie nah wir an dem Fußball sind, den ich sehen möchte.”

Kühbauer erkennt im 14-fachen griechischen Meister “eine gute und erfahrene Mannschaft, sie wissen, wo das Tor steht”, gab der 55-Jährige zu Protokoll. Mit seiner Truppe kämpft er auch gegen die zuletzt magere LASK-Auswärtsbilanz im Europacup. Seit elf Spielen in der Fremde ist der Club ohne Sieg, kassierte elf Niederlagen. Der bisher letzte Erfolg datiert vom 25. November 2021, als man in der Gruppenphase der Conference League bei Maccabi Tel Aviv dank eines Treffers des inzwischen zum Kapitän aufgestiegenen Sascha Horvath mit 1:0 die Oberhand behielt.