Deutsche-Bahn-Mitarbeiter nach Angriff außer Lebensgefahr

20.07.2026 • 12:07 Uhr
Deutsche-Bahn-Mitarbeiter nach Angriff außer Lebensgefahr

Ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn, der nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus einem fahrenden Regionalzug gestürzt war und dabei schwer verletzt wurde, ist außer Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Montag mit. Der mutmaßliche Angriff nach einer eskalierten Ticketkontrolle war Freitagabend verübt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 36-jähriger Fahrgast den 26-Jährigen geschlagen und getreten haben.

Während des Gerangels gab die Zugtür nach und der Bahnmitarbeiter fiel durch einen Spalt aus dem mit 120 Stundenkilometern Richtung Karlsruhe fahrenden Regionalzug. Gegen den 36-jährigen Verdächtigen wird wegen Körperverletzung ermittelt. Ein von der Staatsanwaltschaft beantragter Haftbefehl wegen Körperverletzung wurde am Samstag vom Amtsgericht Karlsruhe abgelehnt.

Nach Angaben des Gerichts war unter anderem ein Überwachungsvideo der Bahn entscheidend, das der Haftrichter kurz nach der Anhörung ausgewertet hat. Dieses habe Zweifel am konkreten Ablauf des Geschehens geweckt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie gegen die Ablehnung des Haftbefehlsantrags Beschwerde einlegen wird.