Deutscher Einzelhandel beklagt Angriffe bei Impfkontrollen

16.01.2022 • 13:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Deutscher Einzelhandel beklagt Angriffe bei Impfkontrollen

Der Einzelhandel in Deutschland hat eine zunehmende Zahl von Angriffen auf Mitarbeiter bei der Kontrolle von Corona-Impfnachweisen beklagt. “Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschimpft, bespuckt und auch aggressiv körperlich angegangen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, dem Nachrichtenportal T-Online laut Bericht vom Sonntag.

“Vorfälle dieser Art sind unerträglich.” Menschen, die sich derart rücksichtslos verhielten, müssten klare Grenzen gesetzt werden. Mit der Kontrolle der Maskenpflicht und von 2G-Regeln übernehme der Handel staatliche Aufgaben. “Das darf nicht zum Dauerzustand werden. Das ist eine massive Überforderung der Unternehmen”, so Genth.

Der Verband plädiert dafür, die 2G-Regel zum Zugang nur für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel wieder abzuschaffen oder zumindest anzupassen. “Es ist nicht einzusehen, warum in der U-Bahn, in der man eng steht, stichprobenartige Kontrolle ausreicht, während beim Einkauf, wo Abstände eingehalten werden und die Aufenthaltsdauer geringer ist, jeder einzelne Kunde kontrolliert werden muss”, sagte Genth. Man müsse zu Stichprobenkontrollen übergehen dürfen.

In Österreich gilt seit vergangenem Dienstag ähnlich wie in Deutschland eine Kontrollpflicht für Geschäftsinhaber. Die Polizei überwacht deren Einhaltung und hat seit Inkrafttreten 1.000 Übertretungen geahndet. Wie es seitens der Exekutive hieß, zeige sich ein Großteil der Menschen kooperativ.

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