Deutschland im dritten Versuch mit erstem Sieg unter Klopp

01.10.2026 • 22:57 Uhr
Deutschland im dritten Versuch mit erstem Sieg unter Klopp

Die deutsche Nationalmannschaft hat einen historischen Fehlstart unter Jürgen Klopp vermieden. Im dritten Spiel unter dem neuen Bundestrainer gewann das DFB-Team am Donnerstag das Nations-League-Heimspiel gegen Serbien verdient 2:0. Tom Bischof (39.) und der stark spielende Florian Wirtz (61.) trafen in München. Die Niederlande holten in Griechenland nach einem 0:2 noch ein 2:2. Portugal siegte im Trubel um Cristiano Ronaldo mit einem 4:2 in Dänemark auch im dritten Spiel.

Die deutsche Elf lief in München mit einem gänzlich veränderten Personal als beim 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland ein. Serge Gnabry agierte erstmals als Kapitän. Deutschland war von Beginn an am Drücker, nach einer halben Stunde scheiterte Gnabry am serbischen Schlussmann Djordje Petrovic. Die Gäste waren fast nur mit Defensivaufgaben beschäftigt. Bischof schlug verdient zu. Nach einem Stangenschuss von Wirtz staubte der Bayern-Profi ab.

Wirtz krönt Vorstellung, Baur 1.000 deutscher Internationale

Gnabry ging zur Pause aus dem Spiel, Wirtz trug fortan die Kapitänsschleife und entschied die Partie zugunsten der Klopp-Elf. Der Liverpool-Profi erhöhte nach einer Stunde Spielzeit platziert auf 2:0. Der in der 77. Minute eingewechselte Debütant Mika Baur ging noch als 1.000. Nationalspieler in der Historie der deutschen Nationalmannschaft in die Geschichtsbücher ein. Ihren Schwung behielten die Deutschen bis zum Schluss, nur weitere Tore gelangen nicht mehr.

Im Parallelspiel der Gruppe schien Griechenland in Thessaloniki auch im dritten Spiel alle drei Punkte anzuschreiben. Nach einer 2:0-Pausenführung der Hausherren brachte Virgil van Dijk (59.) “Oranje” nach einem Eckball noch einmal heran, Tijjani Reijnders gelang in der 89. Minute der Ausgleich.

Portugal ohne Ronaldo auf Erfolgspfad

Portugals Auftritt in Kopenhagen wurde im Wirbel um Ronaldo genau beobachtet. Rafael Leao trug die ikonische Nummer 7 im portugiesischen Team. Joao Cancelo (13.) und der Ronaldo zuletzt vorgezogene Goncalo Ramos (25.) brachten die Südeuropäer zweimal voran. Ramos hatte vor dem 1:0 bereits die Stange getroffen. Doch Dänemark glich dank Mikkel Damsgaard zweimal aus. Der Offensivmann von Brentford traf selbst (23.) und legte das 2:2 durch Rasmus Höjlund (53.) auf.

In einem offenen Schlagabtausch legten die Portugiesen aber noch einmal vor. Paris Saint-Germains Vitinha verwertete eine Flanke seines Kapitäns Bruno Fernandes per Kopf (67.). Der eingewechselte Joao Felix (87.) traf spät zur Entscheidung. Ronaldo hatte das portugiesische Teamquartier am Vorabend des Spiels verlassen. Er flog mit einer Privatmaschine nach Madrid und wird nach bisher 234 Länderspielen wahrscheinlich nicht mehr für die Nationalmannschaft zum Einsatz kommen.

Norwegen ging in Cardiff nach zehn Minuten durch Oscar Bobb in Führung. Die Waliser glichen aber noch vor der Pause durch Daniel James aus und agierten fast die gesamte zweite Hälfte in Überzahl. Torbjörn Heggem musste nach einem Foul als letzter Mann mit Rot (46.) vom Feld, Neco Williams traf unmittelbar darauf per Freistoß. Norwegens Star Erling Haaland kam dem Tor erst nach einer knappen Stunde erstmals gefährlich nahe. Die Niederlage verhindern konnte auch er nicht.