Diebe stehlen vier Werke aus Renoir-Museum in Südfrankreich

08.09.2026 • 12:26 Uhr

Bei einem Einbruch in ein Renoir-Museum in Südfrankreich haben Unbekannte vier Gemälde des impressionistischen Malers entwendet. “Zwei Männer wurden auf Bildern einer Überwachungskamera entdeckt, sie konnten fliehen”, teilte der Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer am Dienstag mit. Auf der Flucht sollen sie zwei Werke zurückgelassen haben, wie der französische Sender BFMTV unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt berichtete. Der Schaden wird auf neun Mio. Euro geschätzt.

Der Alarm sei um 5.48 Uhr ausgelöst worden. Laut der Regionalzeitung “Nice-Matin” sollen die Diebe einen Zaun durchtrennt haben, um in das Museum zu gelangen. Dabei sollen sie den Zeitpunkt eines Wachwechsels ausgenutzt haben. Die Polizei sei fünf Minuten später bereits am Tatort gewesen. “Einen Angriff auf das Renoir-Museum zu verüben, bedeutet, einen Teil der Geschichte und des Kulturerbes von Cagnes-sur-Mer anzugreifen”, betonte Bürgermeister Bryan Masson.

Das 1960 gegründete Renoir-Museum in der Nähe von Nizza befindet sich im letzten Wohnhaus des Malers Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) an der Côte d’Azur. Neben der ursprünglichen Einrichtung zeigt das Renoir-Museum Gegenstände, die Renoir gehörten, darunter seine Staffelei und seinen Rollstuhl, sowie Porträts, Landschaften und Akte, die der Künstler gemalt hat.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie spektakulärer Diebstähle in französischen Museen ein. Zu den spektakulärsten zählt der Einbruch im Louvre vor knapp einem Jahr: Dort wurden acht Juwelen im Schätzwert von 88 Millionen Euro gestohlen.