Diversitätsprogramme: Trump-Regierung droht Privatschulen

03.09.2026 • 19:23 Uhr
Diversitätsprogramme: Trump-Regierung droht Privatschulen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verschärft ihr Vorgehen gegen Diversitätsprogramme. Private Schulen und Hochschulen sollen nach Angaben des Finanzministeriums vom Donnerstag ihre Steuerbefreiung verlieren, wenn sie Schwarze, Lateinamerikaner oder andere Minderheiten bei der Zulassung oder durch Stipendien bevorzugt behandeln. Die neuen Regeln sollen mit Beginn des nächsten Steuerjahrs in Kraft treten, das am 31. Mai beginnt.

Finanzminister Scott Bessent erklärte, DEI-Programme (Diversität, Gleichstellung und Inklusion) an Schulen und Hochschulen diskriminierten Weiße und Asiaten. Nach Angaben seines Ministeriums betrifft die Anordnung bis zu 18.000 private Schulen und Hochschulen. Sie soll greifen, wenn eine Einrichtung Schüler oder Studierende “aufgrund von Rasse, Hautfarbe oder nationaler oder ethnischer Herkunft diskriminiert”.

Seit Trumps erneutem Amtsantritt im Jänner 2025 wurden Diversitätsprogramme in Behörden beendet. Zahlreichen Hochschulen drohte die Regierung mit dem Entzug von Bundeszuschüssen, obwohl Gerichte das Vorgehen teilweise stoppten. Das Justizministerium warf unter anderem der medizinischen Fakultät der Eliteuniversität Yale vor, weiße und asiatische Bewerberinnen und Bewerber zu diskriminieren.