Doskozil sieht Herzchirurgie im Burgenland auf Kurs

02.10.2026 • 10:31 Uhr
Doskozil sieht Herzchirurgie im Burgenland auf Kurs

Nach der Aufhebung eines Bescheides für die Herzchirurgie in der Klinik Oberwart durch das burgenländische Landesverwaltungsgericht (LVwG) sieht Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) diese trotzdem auf Kurs. Inzwischen arbeite man nicht mehr mit Prognosen, sondern echten Fallzahlen, und diese würden die Notwendigkeit der Abteilung bestätigen, betonte er am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Bei dem Pressetermin wurde über den 100. TAVI-Eingriff in Oberwart informiert. Die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) ist eine Methode, die vor rund einem halben Jahr hier eingeführt wurde. Um diese Behandlungsmethode durchführen zu können, ist eine herzchirurgische Abteilung im Hintergrund erforderlich, erklärten Primarius Andreas Ochsenhofer und Oberarzt Paul Vock. “All diese Behandlungsmöglichkeiten, die wir in der Klinik Oberwart anbieten, schaffen ein enormes Potenzial und sind lebensverbessernd und oft auch lebensrettend”, so Vock, der zuvor in St. Pölten tätig war.

Ausbauplan funktioniere

“Die Kardiologie muss gemeinsam mit der Herzchirurgie gesehen werden. Um diese zwei Abteilungen wird als nächster Schritt ein Herzzentrum etabliert”, so Doskozil. Er kritisierte, dass durch die Vorgangsweise des Gesundheitsministeriums und der ÖGK Patienten verunsichert würden. Es wurden jedoch alle juristischen Vorkehrungen getroffen, dass die Herzchirurgie im Südburgenland weiter bestehen wird, bekräftigte er. Die Auslastung sei hoch, es würden inzwischen nicht nur burgenländische, sondern etwa auch steirische Patienten hier versorgt.

Nach der LVwG-Entscheidung gehe das Land nun in Revision. Was die Fallzahlen betrifft, könne man inzwischen auch echte Werte vorlegen: “Wir sind mittlerweile im Echtbetrieb und man sieht, dass der Aufbauplan funktioniert.” Die Zahlen seien nun aussagekräftiger als die zunächst erfolgten Prognosen, zeigte sich Doskozil vom Weiterbestehen überzeugt.