Dutzende Soldaten und fünf russische Söldner in Mali getötet

14.09.2026 • 19:18 Uhr
Dutzende Soldaten und fünf russische Söldner in Mali getötet

Bei einem groß angelegten Angriff auf einen Armeestützpunkt in Mali in der vergangenen Woche sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen Dutzende Soldaten und fünf Söldner des russischen Afrika-Korps getötet worden. “Wir trauern um den Tod von mehr als 50 unserer Angehörigen, darunter fünf Mitgliedern des Afrika-Korps”, teilte ein malischer Offizier vor Ort am Montag AFP mit. Aus anderen Kreisen verlautete eine höhere Zahl an Todesopfern, zwischen 60 und 80 Soldaten.

Mehrere Dutzend malische Soldaten seien zudem gefangen genommen worden, hieß es. Zu dem Angriff auf den Armeestützpunkt Dioura in der zentralen Region Mopti am Donnerstag hatte sich die mit Al-Kaida verbundene Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) bekannt. Die Jihadistengruppe erklärte, sie habe am Morgen “die vollständige Kontrolle über eine Kaserne der malischen Armee in der Stadt Dioura” übernommen.

Malis Armee erklärte am Sonntag, sie habe “Luft-Boden-Einsätze gegen die Angreifer in Dioura” begonnen. Sie meldete außerdem die “Neutralisierung” von “mehreren terroristischen Kämpfern auf Motorrädern”, die versucht hätten, sich im Busch südwestlich der Stadt zu verstecken.

Gewalt seit dem Jahr 2012

Mali wird seit 2012 von Gewalt durch jihadistische Gruppen, Tuareg-Separatisten und bewaffnete kriminelle Gruppen erschüttert. Im Juli wurden bei einem gemeinsamen Angriff von Jihadisten und Tuareg-Separatisten auf einen Militärkonvoi im Norden Malis mehr als 50 Soldaten sowie Mitglieder verbündeter Milizen getötet.

Seit zwei Militärputschen in den Jahren 2020 und 2021 wird Mali von einer Junta regiert. Diese beendete die Zusammenarbeit mit Frankreich und anderen westlichen Partnern und setzt im Kampf gegen die Aufständischen vor allem auf russische Unterstützung.