Einige Händler stoppen Verkauf von belasteten Klebetattoos

Einige Händler stoppen den Verkauf von Klebetattoos für Kinder, in welchen in einem Labortest der Arbeiterkammer Oberösterreich und der Umweltorganisation Greenpeace Chemikalien wie Weichmacher, Schwermetalle und PFAS gefunden worden sind. Das teilte Greenpeace am Montag per Aussendung mit. Bipa, Thalia, dm und Temu hatten in der Vorwoche in Stellungnahmen gegenüber Greenpeace erklärt, dass sie den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt haben.
Bei Müller, Amazon und Shein waren die getesteten Produkte demnach online nicht mehr auffindbar, eine Stellungnahme oder Bestätigung zur Auslistung lag der Umwelt-NGO aber nicht vor. Unklar bleibe, ob die Klebetattoos tatsächlich vollständig aus dem Verkauf genommen wurden und welche Konsequenzen die Unternehmen aus den Testergebnissen ziehen.
Rückgabe bei Bipa möglich
Laut Stellungnahme können Kundinnen und Kunden bei Bipa die getesteten Tattoos auch ohne Kassabon zurückgeben, hieß es. Der Chemikalientest von Klebetattoos wies in 13 von 15 Proben problematische Chemikalien nach. Greenpeace forderte von den Händlern den Verkaufsstopp aller belasteten Klebetattoos und einen Sortiments-Check auf problematische Chemikalien.
Greenpeace sah trotz der Reaktion einzelner Handelsketten Lücken im Kinderschutz: Chemikalien wie langlebiges PFAS oder verbotene Weichmacher würden wegen mangelnder Grenzwerte für “Chemikalien-Cocktails” weiter auf sensibler Haut landen. Die Organisation forderte von Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP), sich auf EU-Ebene für strengere Chemikalienregeln und ein lückenloses PFAS-Verbot einzusetzen.