England im WM-Achtelfinale nach engem 2:1-Sieg über Kongo

01.07.2026 • 20:09 Uhr
England im WM-Achtelfinale nach engem 2:1-Sieg über Kongo

England hat mit viel Bauchweh das Sechzehntelfinale der Fußball-WM in Nordamerika überstanden. Das Team von Trainer Thomas Tuchel gewann am Mittwoch in Atlanta das K.o.-Duell mit der Demokratischen Republik Kongo 2:1 (0:1) und mühte sich ins Achtelfinale. Dort ist in der Nacht auf Montag (2.00 Uhr) Co-Gastgeber Mexiko in Mexiko-Stadt der Gegner. Stürmerstar Harry Kane (75., 86.) drehte die Partie mit einem Doppelpack in der Schlussviertelstunde.

Brian Cipenga hatte den afrikanischen Außenseiter früh in Führung gebracht (7.). Die “Three Lions” brauchten lange, um gegen die Kongolesen ein Mittel zu finden. Am Ende war Kapitän Kane einmal mehr der Matchwinner. Der 32-Jährige hält nun bei fünf Toren bei diesem Turnier und insgesamt 13 WM-Treffern.

Außenseiter überraschte England früh

Tuchel änderte seine Startelf im Vergleich zum Vorrundenabschluss gegen Panama (2:0) an drei Positionen, Mittelfeldmotor Declan Rice sowie Außenverteidiger Djed Spence und Offensivspieler Noni Madueke kehrten in die Startelf zurück. Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Die englische Hintermannschaft zeigte sich bei einem Diagonalball der Afrikaner unsortiert, Cipenga nutzte den Platz und überrumpelte per Flachschuss Torhüter Jordan Pickford im kurzen Eck zum 1:0. Für den Flügelspieler, der in der zweiten spanischen Liga sein Geld verdient, war es der erste Länderspieltreffer.

Der Wirkungstreffer saß bei den Engländern, erst nach der Trinkpause kam die Tuchel-Truppe zu Chancen. Nach einer Rice-Flanke scheiterte Jude Bellingham per Kopf an Kongo-Keeper Lionel Mpasi (30.), Verteidiger Aaron Wan-Bissaka rettete gegen Marcus Rashford auf der Linie (35.). Für den Außenseiter traf Yoane Wissa nach Wan-Bissaka-Zuspiel nur die Außenstange (42.). Mpasi brachte das 1:0 mit starken Reflexen in der Nachspielzeit bei einem erneuten Bellingham-Kopfball (45.+2) und gegen Kane (45.+6) in die Pause.

Kane sorgte für die Wende

Die “Three Lions” haderten indes im ersten Abschnitt mit drei Elfer-Situationen – mit einem Griff ins Gesicht von Madueke durch Arthur Masuaku (26.), einem Handspiel von Axel Tuanzebe (39.) sowie einem leichten Kontakt von Mpasi gegen Kane (43.). Der jordanische Schiedsrichter Adham Makhadmeh sah keine strafbaren Handlungen und erhielt Rückendeckung vom VAR.

Nach der Pause drängte der Favorit auf den Ausgleich, Rashford blieb zu ungenau (51.), Mpasi und Chancel Mbemba klärten gemeinsam einen abgefälschten Schuss von Bellingham (53.). Das 1:1 gelang schließlich Torjäger Kane per Kopf nach Flanke des eingewechselten Anthony Gordon (75.). Elf Minuten später schlug der Bayern-München-Star erneut zu: Mpasi klärte zunächst gegen Bellingham, doch der Ball blieb scharf und kam über Gordon zu Kane, der das Leder unhaltbar unter die Querstange ballerte. Damit wartet nun auf die Engländer ein Trip in die Höhenlage von Mexiko-Stadt.