Erdölindustrie warnt vor Versorgungsengpässen durch Eingriff

Die Ölindustrie warnt vor Versorgungsengpässen durch den geplanten Markteingriff der Regierung. “Ein hoher Prozentsatz der in Österreich verkauften Kraftstoffe stammt aus dem europäischen Ausland. Wenn ausländische Raffinerien bzw. ausländische Händler in Österreich keine wettbewerbsfähigen Preise erzielen, besteht die reale Gefahr, dass sie nicht mehr nach Österreich exportieren”, sagte Hedwig Doloszeski, Obfrau des Fachverband in der Wirtschaftskammer, am Donnerstag.
Die Senkung der Mineralölsteuer begrüßte der Verband, aber “überstürzte Preiseingriffe sind sicherlich nicht das richtige Instrument”, so Doloszeski. Sie verwies darauf, dass die Tankstellen ihre Preise an den Spritpreisrechner melden müssen und Österreich deshalb zu den transparentesten Märkten zähle. Bei den Netto-Preisen liege Österreich deutlich unter dem EU-Durchschnitt, bei den Brutto-Preisen im EU-Durchschnitt.
Die teilstaatliche OMV, die in Schwechat Österreichs einzige Raffinerie betreibt, wollte sich auf APA-Anfrage nicht zum Eingriff der Regierung in die Spritpreise äußern.