Ermittlungen nach Mordverdacht an Wiener Klinik eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Wien hat Ermittlungen wegen Mordverdachts im Zusammenhang mit überprüfungswürdigen Todesfällen an einer Wiener Klinik eingestellt. In keinem der sechs geprüften Todesfälle konnten Hinweise auf ärztliches oder pflegerisches Fehlverhalten festgestellt werden. Eine Exhumierung der verstorbenen Patienten wurde als nicht zweckmäßig bewertet, weshalb davon abgesehen wurde. Entsprechende APA-Informationen bestätigte Behördensprecherin Nina Bussek.
Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet, nachdem sich Kollegen des beschuldigten Mitarbeiters zu Jahresbeginn an die Klinikleitung gewandt hatten. Ihnen war eine angebliche Häufung von Todesfällen in Zusammenhang mit den Diensten des Klinikmitarbeiters aufgefallen. Im Rahmen einer internen Prüfung ließen sich die Vorwürfe nicht bestätigen. Das Dienstverhältnis wurde im vergangenen Februar auf Wunsch des Beschuldigten einvernehmlich aufgelöst.