Erneut Tiroler Fernpass-Sperre wegen Demos am 1. August

Am Tiroler Fernpass gibt es am 1. August, einem Samstag, ein da capo: Die Fernpassstraße (B 179), eine stark frequentierte Nord-Süd-Verbindung, wird erneut wegen Protestversammlungen einer Bürgerinitiative rund zwei Stunden lang, von 9.45 Uhr bis 12.00 Uhr. für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Dasselbe gilt für die Hahntennjochstraße (L 246). Zuletzt war es am 27. Juni zu kurzzeitigen Sperren aufgrund von Demos der Initiative gekommen.
Die Sperren werden erneut im Bereich Reutte/Katzenberg sowie Nassereith/Rastland durchgeführt werden, informierte das Land am Montag in einer Aussendung. Erneut appellierte man eindringlich an die Verkehrsteilnehmer, die Fernpassroute am 1. August zu meiden und die Sperren großräumig zu umfahren. Und zwar wegen des für diesen Tag prognostizierten starken Reiseverkehrs mit Ferienbeginn in mehreren deutschen Bundesländern und “möglichem vor- und nachgelagerten Verkehr”, wie es hieß. Seitens der zuständigen Behörden werden zudem erneut Maßnahmen vorbereitet, um die (Versorgungs)-Sicherheit in der Region zu gewährleisten und Anrainer zu schützen. So werde eben die Hahntennjochstraße im gleichen Zeitraum ebenfalls gesperrt – dies war bereits am 27. Juni aus “Kapazitäts- und Versorgungssicherheitsgründen” der Fall gewesen. Zudem wurde auf am 1. August geltende Fahrverbote für den Ausweichverkehr im Bezirk Reutte verwiesen – konkret auf der Reuttener Straße (L 69) Fahrtrichtung Pflach, auf der Pinswanger Straße (L 288) Fahrtrichtung Pflach und der Zufahrtsstraße Heiterwang in Fahrtrichtung Norden.
Mit höherem Verkehrsaufkommen gerechnet als Ende Juni
“Die Bewertung von Versammlungen sind immer individuelle Entscheidungen und orientieren sich auch an der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichtes. Vonseiten der Behörde wird für den 1. August bestmöglich versucht, ein Verkehrschaos zu verhindern”, betonten die Bezirkshauptfrauen Katharina Rumpf (Reutte) und Eva Loidhold (Imst). Da Anfang August die Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg beginnen würden, sei entsprechend an diesem Wochenende grundsätzlich mit einem höheren Verkehrsaufkommen als noch Ende Juni zu rechnen. Prognosen seien aber nicht möglich, wurde betont.
Indes galt erneut: Einsatzfahrzeuge dürfen die Sperre passieren. Zudem können Anrainer, die entlang der Hahntennjochstraße wohnen, diese auch während der festgelegten Sperrzeiten nutzen. Zwischen den beiden Sperren im Bereich Reutte/Katzenberg sowie Nassereith/Rastland könne zudem die Fernpassstraße im Zwischentoren ohne Einschränkungen genutzt werden. Das bedeute, dass es beispielsweise auch zwischen 9.45 Uhr und 12.00 Uhr möglich sein werde, von Heiterwang nach Biberwier zu fahren. Eine An- oder Abreise zur bzw. aus der Zugspitzregion ist über die Ehrwalder Straße (B 187) Richtung Garmisch-Partenkirchen oder die Berwang-Namloser Straße L 21) Richtung Lechtal möglich.
Keine Probleme am 27. Juni
Im Zuge der Demos und Sperren am 27. Juni waren jedenfalls Verkehrsprobleme oder gar ein Chaos ausgeblieben. Alles lief problemlos vonstatten. Insgesamt bis zu 700 Teilnehmer versammelten sich bei den Protestmärschen der Bürgerinitiative “Lebensraum Gurgltal, Außerfern, Mieminger Plateau” auf Reuttener und Imster Seite. Sie richteten sich gegen das sogenannte “Fernpasspaket” der ÖVP/SPÖ-Landesregierung sowie generell gegen den überbordenden Verkehr in der Region.