Ex-LH Niessl tritt bei BP-Wahl 2028 fix an

Der frühere burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) tritt fix bei der Bundespräsidentenwahl 2028 an. “Ja, ich werde antreten”, der entsprechende Unterstützungsverein ist gegründet, bestätigte Niessl am Freitagabend gegenüber der APA einen “Kurier”-Bericht. Die Vereinsgründung sei nötig, um Spenden für die Kampagne sammeln zu können, erläuterte er. Niessl will als überparteilicher Kandidat ins Rennen gehen.
Die Plattform des ehemaligen SPÖ-Landesparteivorsitzenden sei beim Thema Sicherheit rechts, beim Thema Wirtschaft in der Mitte und gesellschaftspolitisch links positioniert, “um damit breite Bevölkerungskreise anzusprechen”. Der Unterstützungsverein sei nun gegründet, ein Vertreter darin sei Unternehmer Andreas Binder. Weitere Präsidiumsmitglieder sollen kommende Woche vorgestellt werden. Inhaltlich werde er sich in den nächsten Wochen und Monaten punktuell zu Wort melden, etwa zu den Themen Wehrpflicht, Neutralität oder Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Strukturen für bundesweite Kampagne im Aufbau
Die Bundespräsidentenwahl findet 2028 statt, seinen Start nun erklärt Niessl mit der längeren Vorlaufzeit, um die Strukturen für eine bundesweite Kampagne aufzubauen. Als Kandidat einer Partei hätte man einen ganzen Apparat im Hintergrund, aber: “Wenn man überparteilich antritt, hat man das Ganze nicht.” Die Vorlaufzeit will er nun nutzen, um seine Standpunkte zu kommunizieren.
Dass er die für das Antreten notwendigen 6.000 Unterstützungserklärungen zusammenbekommt, ist für Niessl klar. Die geforderte Menge könnte er “an einem Wochenende” sammeln, zeigte er sich im “Kurier” überzeugt. Viele Bürgermeister hätten zugesagt, ihm dabei helfen zu wollen. Als überparteilichen Kandidaten könne ihn die SPÖ auch unterstützen, “oder einen eigenen Kandidaten aufstellen”, meinte der Ex-Landesparteichef weiters.