Fast jeder zweite Verkehrsunfall mit Verletzten im Sommer

25.06.2026 • 11:45 Uhr
Fast jeder zweite Verkehrsunfall mit Verletzten im Sommer

Mit dem Beginn der Urlaubssaison steigt auch das Unfallrisiko auf Österreichs Straßen deutlich an. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ereignen sich durchschnittlich 45 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden in den Monaten Juni bis September. Ursachen dafür seien unter anderem das erhöhte Verkehrsaufkommen, ungewohnte Fahrstrecken sowie die Belastung durch hohe Temperaturen, teilte das KFV in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Auswertungen des KFV für die Jahre 2023 bis 2025 zeigen, dass sich in den vier Sommermonaten rund 45 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Todesopfern ereignen. In den restlichen acht Monaten des Jahres passieren demnach 55 Prozent der Unfälle.

“Wer sich übermüdet hinter das Lenkrad setzt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen”, erklärte Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV. Schlafmangel in Kombination mit Reisestress könne die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen. “Bereits eine leichte Dehydrierung kann die Konzentrationsfähigkeit merklich reduzieren und zu Fahrfehlern führen”, so der Experte.

Hitze erhöht die Belastung

Neben den körperlichen Auswirkungen erhöhe Hitze auch die psychische Belastung. Müdigkeit, Reizbarkeit und Ungeduld könnten insbesondere bei Staus, Baustellen oder dichtem Reiseverkehr zu riskantem Verhalten wie dichtem Auffahren oder aggressivem Beschleunigen führen. Robatsch riet daher zu einer defensiven Fahrweise und dazu, Konflikte im Straßenverkehr bewusst zu deeskalieren.

Das KFV empfiehlt für Fahrten an heißen Sommertagen unter anderem, ausgeruht und möglichst früh am Morgen zu starten, regelmäßig Pausen einzulegen sowie ausreichend Wasser zu trinken. Kinder und Tiere sollten zudem niemals unbeaufsichtigt im Auto zurückgelassen werden, da sich Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen können.