Festspiele im Burgenland mit zufriedener Bilanz

Nach den finalen Vorstellungen auf der Seebühne in Mörbisch und im Steinbruch St. Margarethen haben die Festspiel-Organisatoren am Montag eine zufriedene Bilanz gezogen. Rund 105.000 Gäste sahen das Musical “Ein Käfig voller Narren” in Mörbisch, die Oper “Tosca” zählte rund 90.000 Besucher, hieß es in Aussendungen.
Generalintendant Alfons Haider brachte den Musicalklassiker “Ein Käfig voller Narren” das erste Mal auf die Seebühne. Am Samstag gab es nach 21 Vorstellungen zum letzten Mal den Titelsong “Ich bin, was ich bin”. “105.327 Besucherinnen und Besucher beweisen, dass Unterhaltung mit Haltung nicht nur möglich, sondern auch geschätzt wird”, erklärte Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil (SPÖ). Zusammen mit dem Publikum der sechs Gastveranstaltungen – etwa der Starnacht am Neusiedler See oder David Garrett – besuchten rund 141.000 Gäste die Seebühne.
Vorverkauf für 2027 angelaufen
Die Wiederaufnahme von “Mamma Mia!” 2027 in Mörbisch laufe gut an, 50.000 Tickets wurden bereits verkauft. “Der Hype aus dem Jahr 2023 scheint sich fortzusetzen”, stellte Doskozil fest. Ein neues Bühnenbild, eine neue Ausstattung und eine weitgehend neue Besetzung sollen sowohl den über 180.000 Besucherinnen und Besuchern der ersten Mörbisch-Produktion Anreiz bieten, das Musical von ABBA erneut zu besuchen, als auch jene Fans anlocken, die 2023 keine Karten mehr bekommen haben, so Haider.
In St. Margarethen wurden dieses Jahr 22 reguläre und zwei zusätzliche Vorstellungen gezeigt. Für die Saison 2027 mit Giuseppe Verdis “Rigoletto” ist der Vorverkauf bereits angelaufen und dieser liege bei rund 15 Prozent über dem Vorjahresniveau. “Der Steinbruch St. Margarethen zählt zu den außergewöhnlichsten Opernbühnen Europas. Die einzigartige Verbindung von beeindruckender Naturkulisse, künstlerischer Exzellenz und großem Musiktheater macht diesen Ort Jahr für Jahr zu einem ganz besonderen Erlebnis für unser Publikum”, erklärte Intendant Daniel Serafin. Die Nachfrage für “Rigoletto” bestätige die “anhaltende Strahlkraft” der Oper im Steinbruch, so Serafin.