Filmfestival Kitzbühel mit Internationalem und Heimischem

02.11.2026 • 12:53 Uhr
Filmfestival Kitzbühel mit Internationalem und Heimischem

Das vom 24. bis 28. November über die Bühne gehende Filmfestival Kitzbühel setzt heuer vor allem neuerlich auf eine Verquickung von internationalen Filmen mit heimischen Produktionen. Man wolle zudem “gesellschaftliche Fragen aufgreifen” sowie als Ort der Begegnung fungieren und “neue Talente zusammenbringen”, hieß es in einer Aussendung. Bereits zum zweiten Mal findet 2026 zudem die Verleihung des TV- und Filmpreises “Romy” im Rahmen des Festivals statt.

Besagte Kooperation des Filmfestivals Kitzbühel mit dem “Kurier”-TV- und Filmpreis findet wie schon im Jahr zuvor auf Schloss Kaps statt – diesmal am 27. November. Diese Zusammenarbeit veränderte bereits 2025 den Festivalzeitraum entscheidend, denn dieser war zwölf Auflagen lang stets für den August anberaumt. Eine Verschiebung, die nicht ganz unwillkommen zu kommen schien, denn dadurch könne man auch das “Winter-Season-Opening” und entsprechende Gäste “mitnehmen”, wie Mörth dazu verkündet hatte.

Die 14. Auflage bringt aber nicht nur ein “Romy”-Da-Capo und womöglich weitere neue Wintergäste, sondern vor allem eine mittlerweile bewährte Mischung aus österreichischen Filmen und Werken internationalen Zuschnitts. All das übrigens festivaltypisch mit einer relativen Genre-Offenheit. So stehen beispielsweise “Eurotrash” von Frauke Finsterwalder, “Down the Arm of God” von Peter Brunner oder “Eklipse” von Manuel Wetscher am Programm. Dazu gesellen sich beispielsweise aktuelle Kino-Erfolge wie der derzeit die Charts stürmende “Der perfekte Urlaub” von Bora Dagtekin, “Bruno – Der junge Kreisky” von Harald Sicheritz sowie bereits Gelaufenes wie “Teresas Körper” von Magdalena Chmielewska. Auch die Premiere des ORF-Landkrimis “Der Todesengel” von Götz Spielmann hat sich das Filmfestival gesichert.

Von “Manitu” bis “Gams”

Nicht nur der Brückenschlag zwischen Heimischem und Internationalem, sondern auch ebenjener von künstlerischen und kommerzielleren Filmen wird auch heuer wieder gewagt. So zeigt das Festival etwa anlässlich des 25-Jahres-Jubiläums “Der Schuh des Manitu” von Michael Bully Herbig oder hievt mit dem “Steckerfischfiasko” von Ed Herzog rund um den bayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer ebenfalls recht leicht verdauliche Kost ins Programm. Bereits genanntes “Down the Arm of God” wiederum geht das tiefgreifende Thema der Obdachlosigkeit an und bildet damit eine Art Kontrapunkt.

Ebenfalls einen Kontrapunkt zum Leichtbekömmlichen bildet außerdem das Rittern um die Filmpreis “Goldene Gams”, der im Rahmen des “Romy”-Branchenfestes am 25. November verliehen wird. Insgesamt 44 Filme, darunter Kurzfilme, Spielfilme und Dokumentationen, stellten sich in den jeweiligen Kategorien einer Jury, die darüber entscheidet, wem die “Gams” zugesprochen wird.

Abseits von Filmauswahl und “Gams” soll das Filmfestival Kitzbühel jedenfalls mittlerweile fast schon traditionellerweise auch Branchentreff und ein Ort der Nachwuchsförderung sein. Am 25. November treffen sich beispielsweise Branchenvertreter und junge Filmschaffende bei “FFKB Connect”. Zudem will man im Rahmen eines “Think Tanks” Fragen rund um Projektentwicklung, Produktion, Verleih und Filmfinanzierung aufs Tapet bringen.

Ehrenpreis an Franco Nero

Auch eine weitere Festivaltradition wird 2026 fortgeführt: die Vergabe des Ehrenpreises, der bereits seit 2017 fest im Festival verankert ist. 2025 hatten diesen die deutsche Schauspielerin Iris Berben erhalten, in den Jahren zuvor etwa Philipp Hochmair (2024), Aglaia Szyszkowitz (2023), Heiner Lauterbach (2022), Felix Mitterer (2021), Veronica Ferres (2020), Helmut Berger (2019), Marie Bäumer (2018) und Joseph Vilsmaier (2017). Nunmehr reiht sich der italienische Schauspieler Franco Nero in die illustre Riege ein. Nero habe “Filmgeschichte geschrieben”, begründete Mörth die heurige Auswahl. Nero, der kurz vor dem Festival am 23. November seinen 85. Geburtstag feiern wird, wurde beispielsweise durch Rollen in Filmen wie “Django”, “Der Tag der Eule” oder “Camelot” weltberühmt.

(S E R V I C E – )