Für Trump endet Iran-Krieg unmittelbar nach Kongresswahlen
US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der Krieg gegen den Iran “unmittelbar nach” den US-Zwischenwahlen im November endet. Die Regierung in Teheran versuche, die Abstimmung zu beeinflussen, werde aber nicht länger durchhalten können, sagte er am Mittwochabend in Dallas. Nach den Wahlen am 3. November würden auch die Ölpreise sinken. Trump äußerte auch die Einschätzung, dass Kreml-Chef Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine durch ein Abkommen beenden will.
Er habe ein großartiges Telefonat mit Putin geführt, sagte Trump vor Journalisten. Wenn auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung wolle, wäre das “sehr schön”. Das Hindernis sei jedoch, dass die beiden einander hassten. Trump hatte nach der Rückkehr von US-Unterhändlern aus Moskau und Kiew mit Putin telefoniert.
Den Iran warnte Trump unterdessen vor Aktivitäten am Pickaxe Mountain. “Wir stellen fest, dass es am Pickaxe ein wenig Aktivität gibt. Ich würde dem Iran raten, keine Dummheiten zu machen, denn wir werden sehr hart zuschlagen müssen”, sagte Trump. Die befestigte Anlage liegt in der Nähe der schwer beschädigten Urananreicherungsanlage Natanz und beherbergt zwei tief unter der Erde liegende Tunnelkomplexe. Trump droht bereits seit mindestens Mitte Juli mit Angriffen auf den Pickaxe Mountain.
Berater im Weißen Haus, darunter Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio, warnten Trump einem Bericht der Zeitung “Wall Street Journal” zufolge intern davor, dass sich der Konflikt bis zum Ende seiner Amtszeit im Jänner 2029 hinziehen könnte. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte diesen Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Erneutes Problem bei Air Force One
Zum ersten Midterms-Parteitag der Republikaner hob Trump mit Verspätung ab. Offenbar löste Armeepersonal auf dem Stützpunkt Joint Base Andrews bei Washington versehentlich die Notrutsche der von Katar geschenkten Air Force One aus. Trump hatte den neuen Präsidentenflieger erstmals am 1. Juli genutzt. In den USA kam aber eine Debatte über die Sicherheit der Boeing 747 auf, nachdem Trump eineinhalb Wochen später beim Abflug vom NATO-Gipfel in der Türkei auf die Luxusmaschine verzichtet und stattdessen einen Ausweichflieger seiner alten Air-Force-One-Flotte genutzt hatte.
Laut einem Bericht der “New York Times” hatte der Personenschutz des Präsidenten Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Demnach ist die von Katar bereitgestellte Maschine nicht mit denselben Sicherheitssystemen ausgerüstet wie die bisherigen US-Präsidentschaftsmaschinen. Nach den Berichten wurde sie Ende Juli umgerüstet.