Gadenstätter und Lendvai erhalten Lupac-Demokratiepreis

02.11.2026 • 11:16 Uhr
Gadenstätter und Lendvai erhalten Lupac-Demokratiepreis

Die ORF-Journalistin Lisa Gadenstätter und der Publizist Paul Lendvai werden mit dem Demokratiepreis 2026 der Margaretha Lupac-Stiftung ausgezeichnet. Das teilte das Parlament in einer Aussendung mit. Mit dem Preis werden Personen und Projekte geehrt, die die Weiterentwicklung der Demokratie fördern und Gemeinsamkeiten vor das Trennende stellen.

Gadenstätter erhält den Preis für ihre Projekte im Zuge des Sendungsformats DOK1 – etwa für “Das Demokratie-Experiment” und “Das große Handyexperiment”. Ihre Beiträge würden als gesellschaftlich relevant und zu wichtigen gesellschaftlichen Debatten führen, lautete die Begründung.

Ausgezeichnet für Lebenswerk

Der bereits 97-jährige Paul Lendvai wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Über 70 Jahre habe er als Autor und Moderator komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereitet. Seine Werke befassen sich mit den Brüchen, Chancen und Herausforderungen der europäischen und österreichischen Geschichte der letzten 100 Jahre. Immerzu habe er sich dabei zu Demokratie und dem Parlamentarismus bekannt.

Die Lupac-Stiftung geht auf eine Erbschaft nach der 1999 verstorbenen Margaretha Lupac zurück, die ihr Vermögen in der Höhe von rund 1,5 Millionen Euro der Republik Österreich für Zwecke des Parlaments hinterlassen hat. Auf Basis dieses Vermögens wurde im Jahr 2001 beim Nationalrat die Margaretha Lupac-Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie eingerichtet. Seit 2004 werden jährlich abwechselnd ein Wissenschafts- und ein Demokratiepreis vergeben.