Gall mit Chance auf zweiten NIKI – Neue Frauen-Siegerin

Felix Gall ist noch im Rennen um seinen zweiten NIKI. Der Radprofi scheint neben Alessandro Hämmerle (Snowboard) und Johannes Lamparter (Nord. Kombination) in den Top drei für die Wahl zu Österreichs Sportlerinnen und Sportler des Jahres auf. Bei den Frauen haben Janine Flock (Skeleton), Valentina Höll (Mountainbike) und Julia Scheib (Ski alpin) die Chance. Die Bekanntgabe der Sieger erfolgt bei der Lotterien Sporthilfe-Gala am nächsten Donnerstag in der Wiener Stadthalle.
Gall war nach seinem Etappensieg und fünften Gesamtrang bei der Tour de France 2023 schon einmal die Ehre zuteil geworden. Heuer holte der Osttiroler Rang zwei beim Giro d’Italia und Platz drei bei der Vuelta. Mit Cross-Olympiasieger Hämmerle und dem dreifachen Olympia-Medaillengewinner und Gesamtweltcupsieger Lamparter kommen seine zwei verbliebenen Konkurrenten aus dem Wintersportlager und könnten in ihrer Sportart für eine Premiere sorgen.
Bei den Frauen gibt es eine neue Siegerin. Auch da fällt die Entscheidung zwischen Rad- und Wintersport. Flock war im März im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo zu Olympia-Gold gerast, Höll holte sich neuerlich den Weltmeistertitel und Weltcup-Gesamtsieg im Mountainbike-Downhill und Scheib kürte sich zur Gesamtweltcupsiegerin im Riesentorlauf.
LASK oder Wintersport-Olympiasieger
In der Kategorie Team erhielten Fußball-Meister und Cupsieger LASK sowie die Olympiasieger-Duos Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski alpin) und Stephan Embacher/Jan Hörl (Skispringen) die meisten Stimmen. Die Wahl erfolgte durch die Mitglieder von Sports Media Austria (SMA), der Vereinigung der österreichischen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten. Am Donnerstag wurden jeweils die Top drei der diversen Kategorien veröffentlicht, die Sieger werden am nächsten Donnerstag (20.15 Uhr/live ORF 1) bekanntgegeben und geehrt.
Bei den Sportlerinnen mit Behinderung hat Veronika Aigner (Ski alpin) noch die Chance auf ihre vierte NIKI-Trophäe, die nach Formel-1-Legende Niki Lauda benannt ist. Jasmin Plank (Paraklettern) und Elina Stary (Ski alpin) sind die weiteren Kandidatinnen. Bei den Männern kann Rad- und Triathlonsportler Thomas Frühwirth zum vierten Mal in Folge triumphieren, Johannes Aigner (Ski alpin) und Franz-Josef Lässer (Radsport) sind seine letzten Herausforderer. Bei den Special Olympics hoffen Christina Krenn (Schwimmen), Bianca Maier (Schwimmen) und Kim Törl (Radsport) sowie Karlo Divic (Tischtennis), Silvio Gorsche (Klettern) und Georg Wolf (Schwimmen) auf Platz eins.
Special Award für Prohaska
In der ebenfalls bereits abgeschlossenen Fan-Wahl für den Aufsteiger des Jahres kamen Stephan Embacher (Ski alpin), Luka Mladenovic (Schwimmen) und Matej Svancer (Ski-Freestyle) in die Top drei. In der Kategorie Trainer des Jahres, die eine von Sport Austria nominierte Jury wählte, heißt es Fußball oder Eiskanal. Die vier Betreuer mit den meisten Stimmen sind Vorjahressieger Oliver Glasner von Nottingham Forest und Dietmar Kühbauer vom LASK sowie Christian Eigentler (Rodeln) und Michael Grünberger (Bob/Skeleton). Der Special Award geht heuer an Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska.
2025 hatten Stephanie Venier (Ski alpin), Daniel Tschofenig (Skispringen), das Eishockey-Nationalteam der Männer, im Behindertensport Melissa Köck (Ski alpin) und Thomas Frühwirth (Radsport) gewonnen. Als Aufsteigerin des Jahres war Tennistalent Lilli Tagger geehrt worden, Trainerpersönlichkeit war Fußballcoach Oliver Glasner.