GB: Zahl der Migranten im Ärmelkanal gesunken

Die Zahl der Migranten, die Großbritannien über den Ärmelkanal erreichen, ist in der ersten Jahreshälfte 2026 stark gesunken. Die Anzahl der Ankünfte lag in den ersten sechs Monaten des Jahres um 41 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten des britischen Innenministeriums zeigen. Demnach kamen zwischen Jänner und Juni 11.884 Menschen an, im Vorjahr waren es noch 19.982.
Die Ankünfte lagen 2026 zudem zwölf Prozent unter den 13.489 im ersten Halbjahr 2024. Damals regierten die konservativen Tories in Großbritannien. Für die derzeitige Labour-Regierung dürften die jüngsten Zahlen erfreulich sein. Unter Premierminister Keir Starmer hat Großbritannien seine Einwanderungs- und Asylpolitik erheblich verschärft. Damit reagiert die Regierung auf starke Umfragewerte der rechtspopulistischen Partei Reform UK.
Die britische Regierung hat mehrere Abkommen mit anderen Ländern geschlossen, um die Zahl der Migranten, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien einwandern, zu begrenzen. Im April vereinbarten Frankreich und Großbritannien eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulären Migration über den Ärmelkanal. London hat Paris immer wieder vorgeworfen, zu wenig dagegen zu tun, dass Migranten von den französischen Küsten aus die gefährliche Überfahrt über den Ärmelkanal in Richtung Großbritannien antreten.