Generation Ü50 bei Mülltrennung besonders eifrig

Mülltrennung ist Menschen über 50 besonders wichtig. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Initiative “Österreich sammelt” hervor. Demnach gaben 85 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe an, “sehr” auf das Trennen von Abfall zu achten. Bei den 16- bis 29-Jährigen beträgt dieser Wert nur 50 Prozent. Dabei halten laut Statistik Austria mehr als acht von zehn der Jugendlichen unter 30 einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz für wichtig.
Laut den am Mittwoch präsentierten Umfrageergebnissen des Market Instituts könnte die Lücke bei der Mülltrennung durch eine Wissenskluft zu dem Thema erklärt werden. Während 43 Prozent der Personen über 50 sich “sehr gut” informiert fühlen, tun das nur 28 Prozent der Unter-30-Jährigen. Für den Klimapsychologen Thomas Brudermann ist der Umgang mit Abfall für viele in der älteren Generation schon früh ein zentrales Thema gewesen. Jüngere Menschen hingegen wachsen mit einer größeren Bandbreite von Umweltfragen auf.
Eine weitere Erklärung für die Diskrepanz sind laut Jugendforscherin Natalia Wächter die unterschiedlichen Lebensphasen der Befragten. Junge Menschen müssten erst in Gewohnheiten wie das korrekte Trennen von Müll hineinwachsen: “Wenn die Eltern das zuhause organisieren, muss man sich selbst nicht darum kümmern. Je mehr man selbst verantwortlich ist, umso mehr Wissen sammelt man an.”