Gipfel der Rechtsmediziner im Pilnacek-U-Ausschuss

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek macht kommende Woche einen Schwenk von der Ermittlerarbeit hin zur medizinischen Feinarbeit. Als Auskunftspersonen sind gleich drei Rechtsmediziner geladen, die sich mit der Todesursache des einstigen Justiz-Sektionschefs befasst haben. Den Auftakt am Mittwoch macht allerdings Oberstaatsanwalt Johann Fuchs.
Fuchs’ Befragung könnte vor allem dahingehend spannend werden, wenn es um seine generelle Involvierung in die Ermittlungen geht. Zuletzt wurde zudem die Todesfall-Causa durch die Staatsanwaltschaft Eisenstadt eingestellt. Interessant ist für die Abgeordneten auch, warum konkret die Oberstaatsanwaltschaft das Verfahren zum Tod Pilnaceks der Staatsanwaltschaft Krems entzogen und an Eisenstadt übertragen hatte.
Sachverständige am Wort
Nach Fuchs geben einander die Rechtsmediziner die Klinke in die Hand. Den Auftakt macht Mittwochnachmittag Stefano Longato. Er ist einer von zwei externen Gutachtern, die nicht von den offiziellen Behörden, sondern von Buchautor Peter Pilz beauftragt worden waren. Der weitere ist der Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos, der am Donnerstag den Auftakt macht. Eindeutige Schlüsse zur Todesursache konnten beide Mediziner nicht ziehen.
Erst als letzte Auskunftsperson wird Donnerstagnachmittag der Wiener Rechtsmediziner Christian Matzenauer befragt. Der Sachverständige handelte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krems und konnte in seinem Gutachten auf Grundlage der von ihm durchgeführten Obduktion und eingeholter chemischer wie toxikologischer Analysen keine Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat anführen.