Golfstaaten unterstützen Omans Hormuz-Vorschlag für Iran

28.07.2026 • 13:47 Uhr
Golfstaaten unterstützen Omans Hormuz-Vorschlag für Iran

Der Oman treibt einen Kompromiss zur Lösung des Streits um die Straße von Hormuz voran. Inzwischen habe sich der Oman die Unterstützung anderer Golfstaaten für seinen Ansatz gesichert, sagte ein Insider aus der Region der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Der Vorschlag sehe vor, dass der Iran nicht die alleinige Kontrolle über die Meerenge haben werde und dass Gebühren nur auf freiwilliger Basis von den Nutzern zu entrichten seien.

Das System würde sich somit an der Handhabung in der Straße von Malakka orientieren, wo Indonesien, Malaysia und Singapur von Frachtern freiwillige Beiträge zur Finanzierung von Navigation, Umweltschutz und Rettungseinsätzen erbitten.

Vom Iran lag zunächst keine Stellungnahme vor. Teheran hat erklärt, dass es die Straße von Hormuz gemeinsam mit dem Oman verwalten wolle, der das gegenüberliegende Ufer kontrolliert. Außerdem will der Iran Nutzungsgebühren für Schiffe erheben, die die Meerenge befahren. Die USA streben dagegen eine Rückkehr zum Status quo vor dem Krieg an, als Schiffe die Route noch frei und ohne Zahlungen passieren konnten. Die Erhebung obligatorischer Gebühren ist aus Sicht Washingtons rechtswidrig.

Jordanische Armee fing Drohne ab

Die jordanische Armee hat unterdessen eigenen Angaben zufolge eine Drohne über seinem Staatsgebiet abgefangen. Die Luftwaffe habe die Drohne am frühen Dienstagmorgen “neutralisiert”, erklärte ein Sprecher der Armee, ohne die Herkunft des Fluggeräts zu präzisieren. Das Fluggerät wurde demnach über der Wüste im Osten des Landes abgeschossen.

Die israelische Armee teilte indes mit, sie habe eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen, bevor diese in den israelischen Luftraum eindringen konnte. Bereits am Montag hatte sie zwei ähnliche Vorfälle mit Drohnen gemeldet.

Jordanien war seit der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran Anfang Juli wiederholt Ziel von Angriffen. Das Königreich grenzt unter anderem an Israel, Syrien, den Irak und Saudi-Arabien und liegt damit zwischen mehreren Schauplätzen des regionalen Konflikts.