Greenpeace meldet Asbestfund vor Kinderkrippe im Burgenland

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine Asbestbelastung vor der Kinderkrippe im südburgenländischen Oberwart festgestellt. Ein Labortest habe bei einer Materialprobe einen Asbestanteil von 20 bis 50 Prozent ergeben, erläuterte Sprecher Stefan Stadler. Er forderte die Stadtgemeinde dazu auf, das Areal zu sperren und möglichst rasch zu sanieren.
Die belasteten Steine liegen laut der Umweltschutzorganisation zwischen Kinderkrippe und Gehweg. Hier bestehe die Gefahr, dass Kinder sie sammeln und mit ihnen spielen, meinte Stadler. Auch auf der hüfthohen Sockelleuchte vor der Krippe seien Asbestfasern nachgewiesen worden. Neben Maßnahmen am betroffenen Areal forderte Greenpeace auch eine Grundreinigung der Krippe, für den Fall, dass Fasern in die Innenräume gelangt sind.
Stadtgemeinde: “Nehmen Hinweise ernst”
Von der Stadtgemeinde Oberwart hieß es am Montag auf APA-Anfrage, man nehme die Hinweise auf eine mögliche Asbestbelastung im Bereich der Kinderkrippe ernst. Sämtliche Informationen und Untersuchungsergebnisse würden an die zuständige Taskforce des Landes weitergeleitet. Von ihr erwarte die Stadt eine fachliche Einschätzung sowie konkrete Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise.
“Der Schutz der Kinder, der Mitarbeiterinnen sowie der Bevölkerung hat für uns Priorität. Wir nehmen die vorliegenden Ergebnisse ernst und wollen notwendige Schritte setzen”, betonte Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP). Gleichzeitig sei es ihm aber wichtig, “auf Grundlage gesicherter fachlicher Erkenntnisse zu handeln und keine unbegründete Verunsicherung auszulösen”, hielt er fest.
Die Bürgerinitiative “Zukunft Asbestfrei” schloss sich unterdessen den Forderungen von Greenpeace an. Asbest habe in der Umgebung von Kindern nichts verloren, hieß es in einer Aussendung.