Größere Einweg-Bierflaschen verstärkt im Einzelhandel

14.08.2026 • 18:10 Uhr

Beim Kauf von Bier sind die meisten Konsumenten den Pfand auf die Flaschen gewohnt, schließlich handelt es sich meist um Mehrweggebinde und ein althergebrachtes System – und das schon lange bevor der Pfand auf Einweg-Plastikflaschen und -Dosen 2025 kam und von 9 auf 20 Cent stieg. Doch zuletzt sind im Lebensmittelhandel verstärkt pfandfreie 0,5-Liter-Einweg-Glasbierflaschen aufgetaucht. Gösser spricht von einer “zusätzlichen Alternative” zu anderen Gebinden.

Auch Wein wird in Glasflaschen ohne Pfand verkauft. Das gilt beispielsweise auch für Fruchtsäfte oder Milch. Diese Möglichkeit scheint der größte Hersteller für das Bier auszutesten. “Die 0,5-Liter-Einweg-Glasflasche ist für uns eine gezielte Ergänzung des bestehenden Sortiments. Sie soll Konsument:innen eine zusätzliche Alternative zur Dose und 0,33-Liter-Einweg-Flasche bieten”, sagte ein Gösser-Sprecher auf APA-Anfrage am Freitag.

Korrekt entsorgen

Es gehe um “Konsumanlässe, wo leere Gebinde nicht wieder mitgenommen werden können und gleichzeitig keine entsprechende Rückgabemöglichkeiten für Mehrweg bestehen, etwa bei Veranstaltungen mit Sicherheitskontrollen”. Eine korrekt entsorgte Einweg-Glasflasche sei hier eine praktikable Alternative. Parallel investiere die größte Marke der BrauUnion, die wiederum zum Heineken-Konzern gehört, aber etwa in den Ausbau von Mehrweg, auch bei den früher meist pfandfreien 0,33-Liter-Flaschen. Die pfandfreien Flaschen, die Gösser für den halben Liter verwendet, sind von anderen Heineken-Marken im Ausland bekannt.

Pfandsysteme dienen der Kreislaufwirtschaft. Mit der Mehrsammlung von Plastik und Dosen durch den dortigen 25-Cent-Pfand seit 2025 zeigten sich Verantwortliche zuletzt zufrieden.