Herzchirurgie Oberwart wird weiter ausgebaut

25.09.2026 • 16:00 Uhr
Herzchirurgie Oberwart wird weiter ausgebaut

Die umstrittene Herzchirurgie in Oberwart wird mit 1. Oktober weiter ausgebaut. Das operative Spektrum wird erweitert, die Kapazität auf vier Herz-Lungen-Maschinen-Einsätze pro Woche erhöht und die Zahl der Betten in der stationären Versorgung auf acht gesteigert, teilte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Freitag mit. Nach sechs Monaten Aufbauarbeit sei das der nächste Schritt zu einer “Vollabteilung”.

Mit der bisherigen Bilanz zeigte sich Doskozil zufrieden. Es habe sich gezeigt, “dass die Herzchirurgie gebraucht wird”, betonte er. Sie soll nun gemeinsam mit der Kardiologie Schritt für Schritt zu einem “regionalen Herzzentrum” ausgebaut werden.

Bisher 41 Patientinnen und Patienten behandelt

In den vergangenen sechs Monaten wurden Infrastruktur, Team und Abläufe etabliert, erläuterte Abteilungsleiter Wolfgang Dietl. 41 Patientinnen und Patienten seien bereits erfolgreich behandelt worden. Pro Woche würden drei bis vier neue dazukommen. Auch Menschen aus anderen Bundesländern lassen sich laut Dietl in Oberwart behandeln.

Bisher wurden vor allem elektive Eingriffe durchgeführt. In der zweiten Ausbauphase sollen nun zunehmend auch kombinierte und dringliche Eingriffe vorgenommen werden, sagte Stephan Kriwanek, Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.

Erst am vergangenen Montag hatte Doskozil angekündigt, dass er an der Herzchirurgie festhalten will, obwohl eine ausständige Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts (LVwG) für Gegenwind sorgen könnte. Der Landeshauptmann geht nämlich davon aus, dass der Bescheid des Landes, mit dem die Abteilung bewilligt wurde, zur Korrektur an dieses zurückgewiesen oder aufgehoben wird. Das habe formale Gründe, weil der Bescheid unter der Auflage erstellt worden sei, dass die Bundes-Zielsteuerungskommission zustimme, so Doskozil. Zustimmung gab es bekanntlich aber keine.