Hitze beschert Bergrettung viel Arbeit
Die Hitze beschert den oberösterreichischen Bergrettern viel Arbeit: Allein im Juli wurden 75 Alarmierungen verzeichnet – im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 33. Den Grund sieht man in der anhaltenden Hitze kombiniert mit Fehleinschätzungen bei der Tourenplanung. Immer öfter verlassen sich Bergsteiger dabei auf Apps und geraten in Gelände, das ihre Fähigkeiten übersteigt. Die Folge: Kreislaufprobleme, Erschöpfungszustände und Dehydrierung führen vermehrt zu Notfällen.
Besonders stark betroffen waren die letzten eineinhalb Juliwochen, bilanzierte die Bergrettung am Freitag in einer Aussendung, aber auch im August setzte sich der Trend fort. Seit 22. Juli ging jeden Tag mindestens ein Notruf ein. Den Negativrekord stellte der 29. Juli auf: An diesem Tag mussten die Bergretterinnen und Bergretter in Oberösterreich zu sechs Einsätzen ausrücken. Hinzu komme, dass man auch immer wieder für Unterstützungsleistungen bei der Bekämpfung von Waldbränden ausrücken müsse.
Die Bergrettung appellierte an alle, die sich in die Berge begeben, ihre Touren sorgfältig vorzubereiten, sich ausreichend zu informieren und die tatsächlichen Anforderungen einer Tour realistisch einzuschätzen. Neben einer guten Ausrüstung seien ausreichend Getränke wichtig und der Blick auf die Wetterprognosen – auch im Hinblick auf die Hitzeentwicklung.
(S E R V I C E – Alpin-Notruf 140)