Hitze: Sterbefälle Ende Juli/Anfang August leicht erhöht

27.08.2026 • 09:52 Uhr
Hitze: Sterbefälle Ende Juli/Anfang August leicht erhöht

In der 31. Kalenderwoche (KW) Ende Juli/Anfang August wurden fast zehn Prozent mehr Todesfälle in Österreich registriert als im Schnitt dieser KW in den vergangenen drei Jahren. Insgesamt gab es von 27. Juli bis 2. August heuer 1.638 Sterbefälle, berichtete die Statistik Austria am Donnerstag. Das Ausmaß der hitzebedingten Übersterblichkeit sei daraus noch nicht ableitbar, wurde in der Aussendung betont. Die AGES hatte zuletzt für den heurigen Juni 395 Hitzetote errechnet.

Für den Juli liegt vorerst keine Schätzung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit vor. Bei der Berechnung der hitzeassoziierten Sterblichkeit werden sogenannte Lag-Effekte über einen Zeitraum von bis zu etwa drei Wochen berücksichtigt. Hohe Temperaturen können bestehende Erkrankungen verschlechtern und dadurch auch noch Tage oder Wochen nach einer Hitzeperiode zu gesundheitlichen Komplikationen beitragen. Eine Schätzung direkt nach dem Ende einer Hitzewelle ist daher nicht möglich, hatte die AGES dazu erläutert.

Die bisher höchste Zahl an Sterbefällen des Sommers 2026 wurde in der Kalenderwoche 27 (29. Juni bis 5. Juli) mit 1.826 verstorbenen Personen registriert, erinnerte die Statistik Austria. In dieser Woche, die an den Höhepunkt der ersten großen Hitzewelle dieses Jahres anschloss, starben um 19,4 Prozent mehr Menschen in Österreich als im Durchschnitt der gleichen Kalenderwoche der Jahre 2023 bis 2025.

Rückgang in KW mit Hitzerekord

Die 31. Kalenderwoche lag daher unter dem hohen Niveau der KW 27, erläuterte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. In der KW 32 von 3. bis 9. August ging die Zahl der Sterbefälle wieder leicht auf 1.572 zurück. Das waren allerdings auch noch 4,4 Prozent über dem Drei-Jahres-Durchschnitt.

Zudem wurde in dieser KW am 5. August der Allzeittemperaturrekord in Österreich mit 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg gebrochen, was in den Wochen darauf eine weitere erhöhte Sterblichkeit verursacht haben könnte. Diese Daten zur Zahl der Todesfälle nach dem 9. August lagen jedoch noch nicht vor.