Hoffnung Mladenovic verpasst EM-Semifinale über 100 m Brust

Luka Mladenovic hat zum Auftakt der Beckenbewerbe bei der Schwimm-EM in Paris eine Enttäuschung hinnehmen müssen. Der Salzburger verpasste am Montagvormittag über 100 m Brust in 1:00,28 Minuten als 21. den Einzug ins Semifinale. Auch für Valentin Bayer auf Platz 29 (1:00,76) war Endstation. In der ersten Vorlaufsession gelang keinem OSV-Athleten der Aufstieg. Die 4 x 200 m Kraul-Staffel der Frauen schwamm in 8:04,27 Minuten als Zwölfte immerhin österreichischen Rekord.
Mladenovic, bei der Kurzbahn-EM im Vorjahr zweimal mit Bronze dekoriert, kam im letzten Vorlauf nie richtig auf Touren. Auf den Aufstieg fehlten dem dreifachen U23-Europameister 15 Hundertstelsekunden. “Ich bin überrascht, mit 00,28 nicht im Semi zu stehen”, sagte Mladenovic. “Es ist ein starkes Feld und ein bisschen enttäuschend.” Er sei “volle Kanne” geschwommen, am Vormittag über die 100 m aber meistens deutlich langsamer als am Nachmittag.
“Ich stecke meinen Kopf jetzt aber nicht in den Sand”, versicherte Mladenovic. Der 22-Jährige muss in der französischen Hauptstadt nun auf die 200 m Brust am Mittwoch und die 50 m Brust am Freitag sowie die Lagen-Staffel zum Abschluss am Sonntag hoffen. Hinter OSV-Rekordler Bayer klassierten sich über 100 m noch Bernhard Reitshammer als 36. (1:01,06) und Laurin Korber-Perner als 54. (1:02,22).
Auch Bucher hinter Erwartungen
Auch im Delfin-Sprint gelang Österreichs Männern der erhoffte Aufstieg nicht. Simon Bucher, vor zwei Jahren in Belgrad über die 50 m noch EM-Zweiter, musste sich noch hinter Lukas Edl (28. in 23,56 Sek.) mit Rang 34 begnügen. Mit seiner Zeit von 23,72 war der Tiroler alles andere als zufrieden. “Das war zu hektisch, das war nichts Gescheites”, meinte Bucher. Dabei hätte er sich in der Vorbereitung relativ gut gefühlt. Nächste Chance sind für den Vizeweltmeister von 2024 die 100 m am Mittwoch.
Valentin Kopf und Christian Giefing verpassten im Delfin-Sprint die Top 70. Über 400 m Lagen schlug Noah Zemansky in 4:19,47 Minuten als 14. an. Auf den Finaleinzug fehlten dem 19-jährigen Niederösterreicher 3,41 Sekunden. Philipp Rizek schwamm in 4:28,69 auf Platz 22.
Bei den Frauen kam Iris Julia Berger über 100 m Kraul in 54,98 auf Platz 24, für den Einzug ins Semifinale war sie um 44 Hundertstelsekunden zu langsam. Dafür legte Berger im Anschluss als Startschwimmerin der langen Kraul-Staffel in 1:59,07 die Basis, dass gemeinsam mit Aviva Hollinsky, Rückkehrerin Marlene Kahler und Nida Omid der mehr als zehn Jahre alte österreichische Rekord (8:05,23 bei der WM 2015 in Kasan) gebrochen würde.