Houthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer

27.07.2026 • 02:40 Uhr
Houthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer

Nach Angriffen der jemenitischen Houthi-Miliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormuz blieb am Wochenende gering.

Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit dem Iran verbündeten Houthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und dem Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormuz beeinträchtigt hat.

Ein Militärsprecher der Houthi hatte erklärt, die Gruppe habe am Samstag Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in den Städten Jizan und Yanbu angegriffen. Von den elf Schiffen, die am Sonntag Bab al-Mandab durchquerten, waren sieben Öltanker.

Darunter waren zwei sehr große Rohöltanker (VLCC) auf dem Weg zum saudischen Hafen Yanbu sowie ein Schiff mit Verbindungen nach Russland. Vier Schiffe verließen das Rote Meer, darunter ein VLCC unter der Flagge Hongkongs mit zwei Millionen Barrel saudischem und emiratischem Rohöl für China.