Drei Tote in Saudi-Arabien nach Angriffen auf Flughäfen

07.10.2026 • 22:13 Uhr

In Saudi-Arabien sind drei Menschen bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden. Laut der örtlichen Luftfahrtbehörde waren die Airports Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch. In der Mitteilung gab es keine Angaben dazu, woher der Beschuss kam. Davor hatte die Houthi-Miliz im Jemen mehrfach Angriffe auf beide Flughäfen für sich reklamiert.

In Abha seien zwei Frauen, aus Algerien und Marokko stammend, getötet und weitere 28, darunter auch saudi-arabische Staatsbürger, verletzt worden, hieß es seitens der saudi-arabischen Behörde. Am Flughafen Riad sei eine Person getötet worden, ein sudanesischer Staatsbürger, und acht weitere seien verletzt worden. Die zwei Angriffe hätten auch Sachschaden verursacht, hieß es weiter. Details dazu gab es nicht.

Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Die jemenitischen Regierungstruppen haben am Sonntag eine Offensive begonnen, um nach eigenen Angaben alle von den Houthis besetzten Gebiete zurückzuerobern.

Die Houthis kontrollieren bereits seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Miliz. Im September hatten die Houthis die Kontrolle über große Teile der westjemenitischen Küste übernommen. Sie griffen zudem verstärkt Tanker, Ölanlagen und Flughäfen in Saudi-Arabien an.

Mehr als 200.000 Menschen auf der Flucht

Nach UNO-Angaben sind wegen der heftigen Kämpfe inzwischen mehr als 200.000 Menschen auf der Flucht. Die Zahl der Vertriebenen ist seit Mitte September von zuvor 76.000 sprunghaft angestiegen, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Die IOM bezeichnet die Lage als alarmierend.