IEA warnt vor Zuspitzung der Lage am Ölmarkt im Sommer

21.05.2026 • 15:24 Uhr
IEA warnt vor Zuspitzung der Lage am Ölmarkt im Sommer

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) hat vor einer Zuspitzung der Lage am Ölmarkt im Sommer gewarnt. Die Preise könnten im Juli und August in einen kritischen Bereich geraten, sagte Fatih Birol am Donnerstag in London. Als Gründe nannte er fehlende neue Ölexporte aus dem Nahen Osten, schwindende Lagerbestände und die hohe Nachfrage nach Kraftstoff im Sommer.

Zu Beginn der durch den Iran-Krieg verursachten Ölversorgungskrise habe es einen Angebotsüberschuss gegeben, was dazu beigetragen habe, den Schock abzufedern, sagte Birol. Nun würden die Bestände jedoch schwinden. Im März hatte die IEA die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven koordiniert. Davon fließen Birol zufolge nun täglich etwa 2,5 bis drei Millionen Barrel auf den Markt. Die IEA sei bereit, bei Bedarf die Freigabe weiterer Reserven zu koordinieren.