IKG: Israels Polizeiminister “Schande” für jüdisches Volk
Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat zu Tötungen von “30 bis 40” Menschen in Gaza pro Nacht aufgerufen. Dabei sollte Israel nicht nur Palästinenser töten, die eine Gefahr darstellen, präzisierte er in einem Podcast. Es gebe im Gazastreifen noch viel mehr Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben. Daraufhin bezeichnete ihn der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten als “Schande”.
In einer Presseaussendung nannte IKG-Präsident Elie Rosen den Polizeiminister “eine Schande für das gesamte jüdische Volk und eine Schande für den Staat Israel”. Einmal mehr müsse die israelische Regierung sichtbare Konsequenzen ziehen und Ben-Gvir aus der Regierung entfernen. Die Äußerungen würden die menschenverachtende Haltung und politische Gefährlichkeit des Ministers zeigen.
Zudem bekräftigte Rosen, ein Verbleib Ben-Gvirs in der israelischen Regierung führe Israel Tag für Tag weiter ins Abseits. “Israel steht für eine jüdisch geprägte liberale Demokratie. Ben-Gvir gefährdet mit seinen ständigen Provokationen den Einsatz von Sicherheits- sowie Streitkräften und schadet den mühsamen diplomatischen Bemühungen – und ja, auch der pluralistischen israelischen Gesellschaft sowie Juden und Jüdinnen auf der ganzen Welt.”
Auch der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi verurteilte die Äußerungen in einem Post auf der Plattform X. “Dieser zionistische Verbrecher spricht gleichzeitig von der Vertreibung der Palästinenser und vom Siedlungsbau im gesamten Gazastreifen”, schrieb er. “Diese Geständnisse müssen für den Tag der Abrechnung und für den Prozess gegen diese Verbrecher aufgezeichnet und aufbewahrt werden.”