Illegales Beauty-Studio in Wien ausgehoben

11.09.2026 • 10:56 Uhr
Illegales Beauty-Studio in Wien ausgehoben

In Wien ist erneut ein illegales Beauty-Studio aufgeflogen. Eine 27-Jährige soll seit 2025 ohne entsprechende medizinische Befugnis Beauty-Behandlungen angeboten und durchgeführt haben, teilte das Finanzministerium am Freitag mit. Die Frau soll mit ihrer Tätigkeit etwa 1.200 Euro pro Woche verdient haben, nun schritt die Finanzpolizei ein. Die Beschuldigte wurde wegen Kurpfuscherei angezeigt, zusätzlich besteht der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug.

Nach einer anonymen Anzeige führte das Amt für Betrugsbekämpfung, Bereich Finanzpolizei, Anfang September eine Kontrolle in einer Wohnung in Wien-Floridsdorf durch. Der Verdacht: In den privaten Räumlichkeiten sollen kosmetische und ärztliche Behandlungen wie die Injektion von Botox, Hyaluron und sogenannten Fettwegspritzen angeboten und durchgeführt worden sein, hieß es in der Mitteilung. Beim Eintreffen der Finanzpolizei öffnete eine 27-jährige Frau aus der Russischen Föderation die Wohnungstür. In den Räumlichkeiten befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Kundinnen, die gerade eine Lippenbehandlung erhielten.

Präparate wurden online bestellt

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Organe der Finanzpolizei unter anderem Botoxpräparate, Hyaluronspritzen, Präparate für Fettwegbehandlungen sowie eine Behandlungsliege fest. Nach eigenen Angaben der Frau hatte sie die verwendeten Präparate über eine Onlineplattform bestellt. Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass die angebotenen Behandlungen auch an Minderjährigen durchgeführt worden sein sollen.

Die 27-Jährige wurde wegen Kurpfuscherei angezeigt. Seitens des Amtes für Betrugsbekämpfung wird zudem Anzeige wegen des Verdachts auf Sozialleistungsbetrug erstattet, da die Frau während ihrer Tätigkeit unrechtmäßig Notstandshilfe bezogen haben soll.