Im Vorjahr leichtes Passagierplus bei den Regionalflughäfen

Die fünf heimischen Regionalflughäfen haben 2025 zusammen exakt 3.925.819 Passagiere in die Luft geschickt und damit um knapp 140.000 Fluggäste mehr abgefertigt als im Jahr davor. In Linz und Klagenfurt gab es auf niedrigem Niveau die stärksten Zuwachsraten, in Graz und Innsbruck eine leichte Steigerung. Lediglich der mit Abstand größte Bundeslandflughafen Salzburg musste ein minimales Minus hinnehmen. Unterdessen halten die Herausforderungen für die Branche unverändert an.
Am Flughafen Linz flogen im Vorjahr 262.347 Passagiere ab – ein Plus von 45,2 Prozent gegenüber 2024. Dennoch liegt das Fluggastaufkommen weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Zahlen – 436.018 waren es etwa im Jahr 2019. Das Luftfrachtaufkommen litt weiter unter der weltweit verhaltenen Konjunktur: Die insgesamt umgeschlagenen 47.865 Jahrestonnen bedeuten einen Rückgang von 9,5 Prozent. Der Flughafen Linz-Hörsching ist extrem angeschlagen und kämpft um eine Wiederaufnahme der Linienverbindung nach Frankfurt, die im November 2025 mangels Auslastung von der AUA eingestellt wurde.
2025 “herausforderndes Jahr”
Am Airport in Klagenfurt stieg die Anzahl der abgefertigten Passagiere im Vorjahr um 27,2 Prozent auf 175.347 Fluggäste. Maßgeblicher Motor für das Wachstum sei der Ausbau des Streckennetzes gewesen, so das Flughafenmanagement. Für 2026 werde ein weiteres Passagierplus erwartet. Der Flughafen Graz verzeichnete ein leichtes Plus von 1,4 Prozent auf 831.095 Passagiere, wie schon 2024 wurde der Zuwachs vom Charterverkehr getragen. Bei der Fracht wurde mit rund 19.500 Tonnen ein Rekord erreicht. Dennoch sei 2025 ein “herausforderndes Jahr” gewesen, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Grimus. Die Konjunktur schwächle weiterhin, das treffe vor allem die steirische Industrie. Hinzu kommen die geopolitischen Verwerfungen und Zölle.
Der Flughafen Innsbruck hat im Jahr 2025 mit einem leichten Passagierplus bilanziert. Insgesamt wurden 882.876 Reisende befördert und damit um 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Hauptgeschäft des Airports spielt sich jedenfalls weiterhin im Winter ab. Im ersten Quartal 2025 wurden mehr als 60 Prozent der Jahrespassagiere abgefertigt. Die Herausforderungen bleiben aber hoch, betonte Geschäftsführer Marco Pernetta. Anhaltende Kapazitätsengpässe bei Fluggeräten, die Ausdünnung regionaler Strecken insbesondere im deutschsprachigen Raum sowie eine anhaltende Diskussion um die Flugabgabe in Verbindung mit den Ticketpreisen würden das Marktumfeld in Europa prägen.
In Salzburg, dem zweitgrößten Flughafen Österreichs, sind 2025 exakt 1.774.154 Passagiere registriert worden, ein kleines Minus von 0,7 Prozent gegenüber 2024. Zwar fehlen auf das Vor-Corona-Bemessungsjahr 2018 noch knapp 70.000 Fluggäste, bei der für den wirtschaftlichen Erfolg ausschlaggebenden Kennziffer, dem maximalen Startgewicht (MTOW), gab es jedoch 2025 ein Mini-Plus. Einen leichten Rückgang gab es den Angaben zufolge im Bereich Luftfracht, wo im Vorjahr rund 9.300 Tonnen abgefertigt wurden. Airport-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer will 2026 gut eingeführte Strecken behalten, gezielt Frequenzen ausbauen und neue Ziele ins Flugprogramm ab Salzburg aufnehmen.