Indiens erste privat gebaute Orbitalrakete gestartet

Indien hat erstmals eine privat entwickelte Orbitalrakete erfolgreich gestartet. Die Rakete Vikram-1 habe ihren ersten Testflug erfolgreich absolviert, erklärte das Raumfahrtunternehmen Skyroot Aerospace am Samstag im Onlinedienst X. “Hallo Weltraum, wir sind angekommen!”, schrieb das Unternehmen. Der Start gilt als wichtiger Schritt für Indien, das seinen Anteil an der weltweiten Raumfahrtwirtschaft ausbauen will.
Bisher wurde die indische Raumfahrt weitgehend von der staatlichen Raumfahrtbehörde Isro geprägt. Der erfolgreiche Flug steht im Gegensatz zu den Schwierigkeiten des deutschen Raumfahrtunternehmens Isar Aerospace. Dessen zweiter Testflug der Spectrum-Rakete vom norwegischen Weltraumbahnhof Andöya wurde seit Jänner mehrfach wegen technischer Probleme und ungünstiger Wetterbedingungen verschoben.
Aerospace musste geplanten Start zuletzt absagen
Zuletzt sagte Isar Aerospace einen für Mitte Juni geplanten Start wegen Abweichungen in den Flüssigkeitssystemen ab. Bereits ein für April vorgesehener Versuch war wegen eines vermuteten Lecks gestrichen worden. Bei einem ersten Testflug im März 2025 war die Spectrum-Rakete erfolgreich abgehoben und nach rund 30 Sekunden planmäßig ins Meer gestürzt. Beim zweiten Flug sollten erstmals fünf Kleinsatelliten und ein Experiment befördert werden.
Das in Ottobrunn bei München ansässige Isar Aerospace gehört zu mehreren europäischen Unternehmen, die Europa bei Raketenstarts unabhängiger von den USA und Russland machen wollen. Das weltweite Geschäft mit Trägerraketen wird bisher vor allem vom US-Unternehmen SpaceX des Milliardärs Elon Musk dominiert.