Influvac kommt: Erste 200.000 Dosen gehen in Verteilung

23.10.2026 • 19:00 Uhr
Influvac kommt: Erste 200.000 Dosen gehen in Verteilung

Nach wochenlangen Lieferverzögerungen hat Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Freitagabend Entwarnung bei der Versorgung mit dem Influenza-Impfstoff Influvac gegeben: Die ersten 200.000 Dosen gehen jetzt in die Verteilung. Weitere rund 467.000 Dosen seien schon im Land, in den letzten Freigabeschritten und können voraussichtlich ebenfalls ab kommender Woche in die Verteilung gehen. Die restlichen Mengen seien für Anfang November angekündigt.

Damit könnten aller Voraussicht nach die vorgesehenen bis zu 868.000 Dosen bereitgestellt werden. “Wir sind über den Berg”, freute sich die Staatssekretärin. Die Auslieferung beginne ab 27. Oktober entsprechend den Bestellungen im e-Impfshop. Impfende Einrichtungen mit Lieferterminen vor diesem Datum, dem nächsten Dienstag, werden vom Logistiker telefonisch kontaktiert, um neue Termine zu vereinbaren.

Sobald die Ordinationen ihre Lieferungen erhalten haben, können wieder Termine dafür angeboten werden. “Jetzt geht es darum, die aufgeschobenen Lieferungen so rasch wie möglich abzuarbeiten und den Impfstoff breit zu den Menschen zu bringen. Wer auf seine Impfung gewartet hat, soll sie jetzt nachholen können”, so Königsberger-Ludwig.

Ausreichende Menge verfügbar

Die Versorgung besonders gefährdeter Gruppen sei auch zuvor gesichert gewesen. Für unterschiedliche Alters- und Risikogruppen stehen eigene Impfstoffe zur Verfügung, zusätzlich wurden kurzfristig weitere Mengen beschafft. Für Kinder von zwei bis 18 Jahren sind rund 259.000 Dosen des nasalen Kinderimpfstoffs Fluenz besorgt worden, hier gab es keine Verzögerungen. Für Menschen ab 60 Jahren stehen rund 538.000 Dosen eines speziell für Ältere vorgesehenen Vakinzs namens Fluad zur Verfügung. Auch dieses wurde durchgehend ausgeliefert und verabreicht.

Zusätzlich wurden kurzfristig 100.000 Dosen Flucelvax organisiert. Diese werden seit 14. Oktober vor allem an Kinderärztinnen und Gynäkologen verteilt, um kleine Kinder, Schwangere und weitere Risikogruppen abzusichern.

Beim breit einsetzbaren Influvac sind bis zu 868.000 Dosen vorgesehen. Nach den Verzögerungen kommen sie nun schrittweise. Damit seien “derzeit alle Influenza-Impfstoffe in ausreichender Menge verfügbar”, wurde betont. Impfende Einrichtungen können bei Bedarf weiter nachbestellen. Wenn die Lieferungen rasch benötigt werden, sollten Zusatzbestellungen zu bestehenden hinzugefügt werden. Aufgrund des nun außergewöhnlich hohen Ausliefervolumens seien reguläre neue Liefertermine teilweise erst für Ende November verfügbar. Bereits bestehende Bestellungen werden jedoch nachgeholt und laufend abgearbeitet, wird versichert.