Innovative Stadtplanung als Denkanstoß im Künstlerhaus
Mit der visionären Stadtplanung, die Ljubljana (Laibach) in den vergangenen 20 Jahren geprägt hat, beschäftigt sich die Ausstellung “Pinned!” ab 30. Juli im Wiener Künstlerhaus (Factory). Der ambitionierte und innovative Ansatz einer tiefgreifenden Umgestaltung der Hauptstadt Sloweniens habe in ganz Europa und darüber hinaus Aufmerksamkeit und Bewunderung erregt, heißt es in der Ankündigung.
Die bei freiem Eintritt zugängliche Präsentation will den Geist dieses Prozesses vermitteln und aufzeigen, wie man mit visionären Ideen eine Stadt und damit das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner neu gestalten kann. Es ist auch eine Geschichte der “urbanen Akupunktur” – diesen Begriff verwendet Vizebürgermeister und “De-facto-Stadtbaumeister” Janez Koželj für seine nadelstichartigen kleineren und größeren strategischen Eingriffe in der ganzen Metropole. Mehr als 50 Projekte hat er in seiner 20-jährigen Amtszeit umgesetzt.
Sechs Kernthemen
Die Schau spiegelt diesen Ansatz, indem sie ein breites Spektrum dieser Unterfangen vorstellt. “Pinned!” gliedert sich in sechs Kernthemen: historisches Erbe und Innovation, öffentlicher Raum, Grün- und Wasserflächen, Nachnutzung, Mobilität und Fluidität, soziale Vernetzung. Gezeigt wird eine Reihe von preisgekrönten Schlüsselprojekten, etwa die jetzt autofreie Slovenska-Straße, die Ufergestaltungen am Fluss Ljubljanica, der Kreativ- und Sozialhub Center Rog und das Cukrarna-Kulturzentrum.
“Ljubljana ist heute als städtischer Raum deutlich schöner, ausgewogener, dynamischer, sozialer, ansprechender und lebenswerter”, heißt es in der Ausstellungsankündigung. Solche ehrgeizigen Initiativen würden grundlegende Fragen aufwerfen und sollen zum Nachdenken anregen, “was wir von unserer Stadt wollen, wie wir in ihr leben möchten und was wir dazu tun können”. Denkanstöße dazu liefert “Pinned!”
(S E R V I C E – “Pinned!” in der Künstlerhaus Factory, 30. Juli bis 23. August, Montag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr; )