Interne Kritik an Burgenlands FPÖ-Landesparteichef Petschnig
Der burgenländische FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig sieht sich derzeit mit Kritik aus den eigenen Reihen konfrontiert. Der freiheitliche Zweite Landtagspräsident Johann Tschürtz richtete ihm am Sonntag über die “Kronen Zeitung” aus, Petschnig mache zwar als Nationalratsabgeordneter einen guten Job, “aber die Landesarbeit und diesbezügliche Initiativen fehlen”. Der Landesparteichef wollte dazu auf APA-Anfrage keine Stellungnahme abgeben.
Tschürtz kritisierte, die Parteiführung um Petschnig habe zuletzt den Organisationsaufbau, die Vorfeldorganisationen und den Bereich Jugend vernachlässigt. Bei den internen Debatten dürfte es sich um Vorboten des Landesparteitags handeln, der im kommenden Oktober ansteht und bei dem auch gewählt wird.
Zuletzt wurde Tschürtz, der in der Vergangenheit bereits Landesparteichef und Klubobmann war, als möglicher Gegenkandidat gehandelt. Er hielt am Sonntag aber fest, “dass es nicht meine Lebensplanung ist, die Landespartei zu übernehmen”. Stattdessen sprach er sich dafür aus, dass ein anderer, neuer Kandidat “demokratisch legitim” gegen Petschnig antreten könnte, um der Partei wieder frischen Wind zu geben und “mit Elan in eine Aufbruchsstimmung zu kommen”.