Irans Militär droht Exil-Medien: “Auf Zielliste aufgenommen”

Irans Streitkräfte haben mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht. Militärsprecher Abolfazl Shekarchi nannte etwa den Sender BBC mit seinem persischsprachigen Programm, Iran International und Radio Farda, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der General unterstellte den Medien, mit den Geheimdiensten in Israel und den USA verbunden zu sein. Wie genau solche Angriffe aussehen könnten, ließ der Militärsprecher offen.
Die Exilsender, die im Iran von einer breiten Mehrheit konsumiert werden, unterhalten vor allem in Europa und den USA ihre Büros. Eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung misstraut den staatlich kontrollierten Medien im Land, die selbst in Friedenszeiten der Zensur unterliegen. Im Krieg hat der Staat die Kontrolle über die lokalen Medien abermals verschärft.
Alle im Krieg beschädigten Waffensysteme “wiederhergestellt”
Nach Angaben der iranischen Armee wurden unterdessen alle bisher im Iran-Krieg beschädigten Waffensysteme “wiederhergestellt”. Es seien auch neue Systeme importiert worden, sagte Armeesprecher Mohammed Akraminia am Mittwoch nach Angaben des staatlichen Fernsehens.
Die neuen Systeme kämen von der heimischen Rüstungsindustrie oder der Armee. Einige seien zudem aus dem Ausland importiert worden. “Diese Ausrüstung hat unsere Kampfkraft verbessert”, fügte er hinzu. Der Iran habe nun seine Militärdoktrin von defensiv auf offensiv umgestellt.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in der Region.